An dieser Stelle verzichte ich einfach mal auf den obligatorischen Feiertagsgruß. Erstens ist das Fest der Liebe sowieso schon so gut wie gelaufen, und zweitens: Frohes Fest, wenn auch nachträglich. Man kommt einfach nicht drum herum, ohne als mieser Sack zu gelten.

Aber mal ganz ehrlich.. dieses Jahr war Weihnachten echt komisch. Nicht haha-komisch, sondern eher merkwürdig. Nebst April-Wetter und ständigen Terminverschiebungen der sorgfältig geplanten Heimfahrt nach Braunschweig zu Mutti kam irgendwie auch gar kein richtiges Xmas-Feeling auf. Klar, die Werbung ballert wieder die besten Geschenkideen – und davon reichlich – über den Äther, und in jedem zweiten Fenster blinkt und blitzt allerlei Leuchtstoff zwischen Kerzenlicht und Stadionfluter. Aber so richtig warm um’s Herz wurd’s dann doch nicht. Eher relaxed und entspannt. Und letzten Endes kann ich dieses Jahr die Feiertage in drei große Bereiche einteilen, als da wären: reminiszierend durch Braunschweig laufen, das furchtbar schlechte Champions of Norrath auf der PS2 zocken, und die unglaublichen Kochkünste meines geliebten Brüderchens in mich reinschlingen. Entgegen der Tradition fiel dann auch Die Geister, die ich rief aus, dafür aber hielten dann The Ring und The Grudge als nicht unbedingt sehr weihnachtliche, dafür aber sehr geile Filme her. Wobei ich zu meiner Schande gestehen muss, beide noch nicht gekannt zu haben. Quasi aus der Kategorie “den muss ich auf jeden Fall mal gucken und nehm’s mir auch schon seit Monaten vor”. Letzteren würde ich übrigens unbedingt weiterempfehlen und mit Sicherheit noch einige Male anschauen, trotz Sarah Michelle Gellar aka “Buffy” in der Hauptrolle. Ein Film zum Verlieben in verblichene Vormieterinnen. Und auch sehr inspirierend, Nachts komische Kehlgeräusche zu machen.

Nachdem die vorweihnachtliche Woche im Hause Mama Range dann auch (viel zu schnell) vorbei war, gings gestern weiter zu Krizz und von da aus zum Gig von Jammin Inc. in Wolfsburg. Volles Haus, ausgeflipptes Publikum, FETTER Live-Sound, einfach nur eine Riesenmenge Spaß vor, aber vor allem auch auf der Bühne. Einfach so, wie Musik eben sein sollte – aber das kann man z.B. auch im Review von SaveMusic.de direkt selbst nachlesen. Abgesehen davon gab’s natürlich noch eimerweise gar besinnliches Bier. Jedenfalls war ich schon lang nicht mehr so besonnen wie gestern. Und anschliessend noch auf ‘ne 20er-Jahre-Jazz/BigBand/Swing-Party im Brain. Auch geil. Heute dafür mal ‘nen Gang runter geschaltet und irgendwie den ganzen Tag nur rumgehangen. Krizz spielt grad drüben im Wohnzimmer Enemy Territory mit Cappu, und ich tipp’ jetzt hier langweilige Tagebucheinträge in’s Blog, die wahrscheinlich keine Sau interessieren – und bin somit einer von denen, über die ich mich direkt im ersten Beitrag beschwert habe. Ergo: ich hasse mich. Das Leben kann so einfach sein.