Dass Deutsche Popmusik nicht zwangsweise gleich schlecht und abgedroschen sein muss, beweisen uns drei sehr ästhetische Herren südländischer Herkunft in einem eigens produzierten Video zu ihrem baldigen Charterfolg “Wo bist Du, mein Sonnenschein?”, für das scheinbar weder Kosten noch Mühen gescheut wurden. Gefunden via und dort vorgestellt als “” erfreuen sich schon heute zahlreiche Musikfreunde und -kritiker an dieser Realisation modernen Dichtertums und gewagter Polemik. Angesichts heutiger – nennen wir es mal Bands – wie , , und Konsorten dürfte für diese drei herzensbrechende Minnesänger durchaus noch Platin drin sein. Dieter und Detlef Dee machen das schon.

Doch genug der Worte, ergötzen wir uns lieber an diesem Meisterwerk mannigfaltigen Mutes:


Türkio Hotel: Wo bist Du, mein Sonnenlischt?

An dieser Stelle noch einen herzlichen Dank an meinen freundlichen Herren Bruder, der mir den Tipp hat zukommen lassen. Hinterher weiss man dann auch, was man dem Menschen bedeutet. ;-)

PS: Wann habt ihr eurer Freundin eigentlich zum letzten mal ein zärtliches “Isch respektiiiia nuuuuuhuuuuhuua Disch!” in die Hörmuschel gesäuselt? Das kann manchmal echte Wunder bewirken – denn so ein Leben als Single ist ja scheinbar auch nicht zu verachten. Da hat man dann auch mehr Zeit, um tolle Musikvideos aufzunehmen.

Nachtrag 12.03.2006: die Jungs – nennen sich wohl “” – haben inzwischen ihren Plattenvertrag in der Tasche. Somit ist bewiesen: man darf in Deutschland nur noch auf’den Teller scheißen, um ein Restaurant zu eröffnen. Qualität ist passé, an der Tagesordnung sind nur noch Volksverdummung und hirnverachtende Schonkost. Und um das Rahmenprogramm zu komplettieren, springt natürlich Volksblödel Nr. 1 Stefan Raab sofort mit auf’s Trittbrettchen und lädt Grup Tekkan am 16.03.2006 zu , wo man die fleischgewordene Ohralmalträtierung dann mit ihrem äußerst fragwürdigen Hit “Wo bist Du mein Sonnenschein?” auf der Bühne bewundern darf.

Jetzt heisst es nur noch warten auf den Jamba! Klingelton und das weitere, gnadenlose Ausschlachten per Sensationsmedien. Aber wie schon Vorgänger Schnappi werden auch diese vier Burschen anschliessend zuverlässig in der Versenkung verschwinden, bis die nächste Beleidigung menschlichen Intellektes die Bühne der berüchtigten betritt.