Grup Talentlos und kein Ende. Als definitiv dritter und definitiv letzter Eintrag zum Thema heute noch einige hörenswerte Coverversionen der konträr-melodischen Massenmaltretation. Viele davon sind übrigens – nicht wirklich überraschend – sogar besser als das Original, erreichen also nicht ganz dessen miserable Qualität und werden somit auch nicht gehyped. Der Mensch braucht eben immer das Schlechteste, um sich selbst darüber erheben zu können. Oder, um es mit der zu sagen: es ist ganz egal, wie dumm Du bist – es gibt immer jemanden, der noch viel dümmer ist als Du. Ein Fakt, der einem im Übrigen auch sehr schnell beim Autofahren bewußt wird. Was vielleicht auch die bessere Alternative wäre, anstatt sich die nun folgenden Machwerke musischer Multiplikationslehre zu verinnerlichen.

Ohrenschmaus:
Rammtürk – Wo bist Du?

Augengraus:
Remix mit neuem Voiceover (ohne Ohrenkrebs-Version)
Sisters of Sonnenlicht
Wo bist Du denn moslimisch?
Group Döner – isch liebe DISCH
Kellner Productions – Hey, ich lieb’ Dich so sehr, Baby!

Bregen raus:
Im Rahmen der Recherche – und das macht man tatsächlich für geschriebene Beiträge – wurde mir erst bewußt, dass Grup Tekkan scheinbar noch LANGE nicht das untere Ende der extrovertierten Evolutionskette verkörpert. Dutzende von mehr oder weniger freiwillig noch grottigeren Videos und Nachahmungen überfluten derzeit die Online-Medienplattformen. Teils schon militant unlustiges “Darüber-Lustig-Machen” lässt den Betrachter innehalten und bereits kurz nach dem

Ofen aus:
Zu guter Vorletzt für alle Fans – also für alle beide – hier noch ein News-Special von Grup Tekkan-Taufpate Pro 7 über die Band. Viel Spaß damit.

Und für alle 15jährigen, orientierungslosen Kommerzgören, die damals noch Alexander Klaws-Poster an der Wand hängen hatten, diesen Umstand aber heute leugnen, während sie die Jungs von Grup Tekkan soooooo süß finden, gibt’s hier direkt beides in einem Wisch. Der mit einem neuen, lächerlichen Möchtegern-Punk-Image versehene Alex findet die drei Minnetürken nämlich furchtbar schlecht. Gut, dass er sich selbst noch nie gehört hat.

In einem haben sie jedenfalls recht, die schmalbrüstigen Schmierlöckchen: denn egal, wie und auf welche Weise – aber sie haben zumindest das geschafft, wofür zahlreiche Musiker Schweiss, Blut und Jahre des Lebens opfern. So schlecht Song sowie Interpreten auch sein mögen – so erfolgreich ist er eben auch derzeit. Das mag unfair sein, das mag paradox sein – aber es ist nunmal ein Fakt. Fragt sich halt nur, wie lange noch.

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