Archiv für May 2006

Von Staat, Steuern, Schulden und GEZ

Um es vorab mit Max Liebermann auf den Punkt zu bringen: “Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte!”. Denn wenn ich so manche dahingeschwafelte Idee aus den vertrockneten Untiefen grenzdebiler Politikerhirne höre, dann kommt mir nicht nur die Galle hoch, sondern auch die Halsschlagader. Nicht Computerspiele sind es, die gewalttätig machen – es sind die Zustände und solche, die es scheinbar werden sollen.

Grund für den momentanen Gefühlsausbruch – und den möge man mir verzeihen – ist der französische Europa-Abgeordnete , welcher SMS demnächst mit 1,5 Cent pro Stück und eMails mit 0,00001 Cent besteuern möchte. In einem Anfall geistiger Bauernschläue legitimierte er das Ganze dann per rhetorischem Kneipenpatriotismus: “Der Austausch zwischen den Ländern ist so rasant gewachsen, also würde jeder verstehen, dass das Geld, mit dem die EU finanziert wird, aus den Vorteilen gewonnen wird, die die EU mit sich bringt.”
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Loituma Boom, Vol. 2

Mit den Ohrwürmern ist es wie mit der Werbung: man denkt immer, alle anderen seien betroffen, nur man selbst nicht. Bis man sich dann erwischt, wie man den mistigen Slogan vor sich hinsummt. Oder eben den Ohrwurm. Wie Loituma zum Beispiel, was sich ähnlich einem extraterrestrischen Virus schon nach kurzem Anhören direkt im Stammhirn einnistet und dort gallertartige Eier ablegt, aus denen später kleine Mädchen mit Lauch in der Hand schlüpfen, um die Weltherrschaft mit ihrem viralen Soundtrack des Todes zu übernehmen.

Inzwischen ist das originale -Posting schon einige Tage her und aus den zwei zahlreichen Zuschriften konnte ich noch weitere Infos, Movies, Flash-Filmchen und MP3s extrahieren, aus denen ich jetzt wiederum diesen Folge-Beitrag hier zusammenlatze. Kurzum: für noch mehr Loituma, noch mehr Ievan Polkka (so heisst der Song nämlich tatsächlich) und noch mehr Terr-Ohr-ismus, darf hier gerne weitergelesen werden.

Übersicht:

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Amir, eBay und der Laptop

Ein Sprichtwort besagt, dass jemand, der einem anderen eine Grube gräbt, meist selbst voll hinein und direkt auf’s Fressbrett fliegt. Diese schmerzhafte Erfahrung machte nun auch ein -User – nennen wir ihn Amir -, welcher meinte, er könne seinen defekten Laptop mit falschen Angaben für einen besseren Preis bei der Auktionsplattform an einen armen Idioten verhökern.

Der “arme Idiot” – nennen wir ihn laptopguy, welcher den Laptop schliesslich für 375 Britische Pfund ersteigerte, reklamierte das Ding natürlich sofort, erhielt vom cleveren Verkäufer aber lediglich Ausflüchte und weitere Lügenkonstrukte. Woraufhin der Geprellte einen Blick auf die Festplatte des Laptops warf und dort nebst allerlei lustigen Zugangsdaten auch private Bilder des Abzockers fand. Ebenso Lebensläufe, Pornoarchive und dererlei Dinge mehr. Aus diesem Fundus schliesslich entstand das neue “Blog” von Amir Massoud Tofangsazan.
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Chronon Flash Game

Schön, dass es so etwas noch gibt. Da bin ich heute unversehens auf den Flash Game Planet gestoßen. Der Betreiber der Seite, , setzt in seiner Freizeit per Flash innovative Spielideen um, wie es sie so noch nicht gegeben hat. Nebst der absolut bemerkenswerten Grow-Serie, auf die ich in einem späteren Posting noch eingehe, fällt vor allem der neueste Geniestreich namens auf.

Simpel betitelt als “point & click adventure” gibt es hier allerdings einen besonderen Kniff: das Ganze spielt sich nämlich wie eine Art Butterfly-Effekt. Will heissen, die Aktionen, die ich um 09:05 Uhr ausführe, können in späteren Szenen zu völlig verschiedenen Auswirkungen führen. Der Protagonist wiederum aber kann sich beliebig in den Szenen, sprich Zeiten, bewegen und dort die Gegenstände manipulieren. Das Ziel ist es, den kleinen gelben Zwerg aus dem Käfig und natürlich aus der Behausung des Ungeheuers zu befreien, welches in der Zwischenzeit eine anstrengende 13 Stunden-Schicht verbringt und somit wohl Programmierer von Beruf sein dürfte. Um das Ganze aber noch ein wenig aufzupeppen stehen auch noch verschiedene Endszenarien zur Verfügung. Allerdings gibt es nur bei einem Happy End die volle Punktzahl.

Das Ganze mag auf Anhieb etwas gewöhnungsbedürftig bis verwirrend wirken, stellt sich aber wirklich als kleine Herausforderung – für den Kopf wie für die Maustaste – heraus. Die Spielversion, die als v0 (null) angegeben ist, lässt es bereits vermuten: bei chronon handelt es sich laut Autor um eine Versuchsversion, mit der er lediglich diese Art von Spiel austesten wollte. Das nächste Game soll bald schon erscheinen, noch viel toller sein und – das ist mitunter das Schönste daran – komplett kostenlos.

Wer EYEZMAZE monetär unterstützen möchte, damit er irgendwann – in diesem Falle völlig berechtigt – sein Hobby zum Beruf machen kann, der darf das gerne hier tun und erhält als Dankeschön noch ein kleines Bonus-Spielchen.

Nochmal der Direktlink: spielen.