Dass die Fernsehwelt an sich immer dröger, eintöniger und deprimierender wird, das wissen wir spätestens seit Einführung der sogenannten “Reality-Formate”. Vom Häusle-Bauer über die Groß-Familie bis hin zum heiratswilligen Bauern wurde hier bereits alles verramscht, was den augenscheinlich Pilze konsumierenden Idee-Redakteuren der privaten Sender zwischen Sitzungsbeginn und Abwischvorgang aus Versehen zwischen die Stirnlappen geraten ist.
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An dieser Stelle verzichte ich einfach mal auf den obligatorischen Feiertagsgruß. Erstens ist das Fest der Liebe sowieso schon so gut wie gelaufen, und zweitens: Frohes Fest, wenn auch nachträglich. Man kommt einfach nicht drum herum, ohne als mieser Sack zu gelten.
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Als alteingesessener Fan der klassischen Christopher Reeve Film-Quadrologie über den Helden aus Stahl sitzt man natürlich mit dem ein oder anderen Argusauge auf der geplanten Neuinszenierung namens Superman Returns. Farben und Logo wurden zeitgemäß adaptiert, auch die Wahl von Brandon Routh wirkt scheinbar sinnvoll. Immerhin sieht die hilflose Alltags-Maske namens Clark Kent ein wenig aus wie eine Mischung vom Reeveschen Original und dem Kent im Serienformat Lois & Clark.
Nun ist es wohl aber so, dass der gesamte Streifen, welcher 2006 erscheinen soll, nochmal digital überarbeitet wird. Der Grund ist nicht etwa eine mangelnde Qualität des Filmes oder womöglich irgendwelche Filtereinstellungen oder fehlerhafte Materialien. Nein, den Machern war wohl die Superbeule im roten Stretch-Höschen zu überirdisch. Kurzum: Supi wird beschnitten. Man könnte sagen, wir werden also eine gekürzte Fassung in die Kinos bekommen.
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Ellenbogenpolitik in der Fussgängerzone. Genervte Gesichter, die ebenso grau wirken wie der Himmel in dieser derzeit eher schäbig und trist anmutenden Jahreszeit. Desillusionierte Hausfrauen, welche sich an Kassen “unscheinbar” vorzudrängeln versuchen. Selbige Hausfrauen, die einen – verhindert man das Vordrängeln erfolgreich – aus ledergegerbten, giftigen Augen ansehen, als hätte man soeben ihr Erstgeborenes gefressen. Die Aussicht darauf, dass da “gar nichts mehr” kommt. Der Rückblick darauf, was alles gewesen ist und so nie wieder zurückkehrt. Die frustrierende Erkenntnis, dass jedes Jahr mit jedem Jahr schneller verstreicht.
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