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	<title>Open Sourced Brain. &#187; Artikel</title>
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	<description>Second Hand Gedankengut</description>
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		<title>Das Leben in vollen Zügen genießen</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Oct 2006 01:20:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik Range</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>

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		<description><![CDATA[So, da sitze ich jetzt also, eingepfercht wie ein Zuchtschwein im Abteil der Unterklasse 2. Klasse, bewaffnet mit einem Wochenend-Ticket und der Hoffnung, noch einigermaßen pünktlich den Zielbahnhof Braunschweig zu erreichen. Die Fahrt selbst gestaltet sich dank der scheinbar eigens eingerichteten Kurzweil-Abteilung der Deutschen Bahn recht aufregend: bislang hatte ausnahmslos jeder einzelne Zug Verspätung. Jeder. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://erik.range-it.de/pics/bahn.jpg" class="bildl"/>So, da sitze ich jetzt also, eingepfercht wie ein Zuchtschwein im Abteil der <del>Unterklasse</del> 2. Klasse, bewaffnet mit einem Wochenend-Ticket und der Hoffnung, noch einigermaßen pünktlich den Zielbahnhof <a href="http://www.braunschweig.de" title="Braunschweig: Offizielle Seite" rel="tag">Braunschweig</a> zu erreichen.</p>
<p>Die Fahrt selbst gestaltet sich dank der scheinbar eigens eingerichteten Kurzweil-Abteilung der <a href="http://www.bahn.de" title="Deutsche Bahn: Offizielle Seite" rel="tag">Deutschen Bahn</a> recht aufregend: bislang hatte ausnahmslos jeder einzelne Zug Verspätung. Jeder. Einzelne. Zug. Das sind immerhin drei von drei, insgesamt ein Verspätungsfaktor von hundert Prozent. Wollte man sich in Hamburg noch die ein oder andere kulinarische Kötzlichkeit zu horrenden Preisen der maßlos überteuerten Bahnhofs-Gastronomie gönnen &#8211; was bei zwanzig Minuten Aufenthalt ja gar kein Problem darstellt &#8211; so sorgte die DB mit 25 Minuten Verspätung auf der einfachen Strecke von <a href="http://www.kiel.de" title="Kiel: Offizielle Seite" rel="tag">Kiel</a> nach <a href="http://www.hamburg.de" title="Hamburg: Offizielle Seite" rel="tag">Hamburg</a> für ausgefallene Stimmung und marathonartige Umsteige-Fluten, welche sich tsunamiartig über den Bahnsteig ergossen. Trotz gefühlter 100 km/h per Pedes &#8211; natürlich voll ausgestattet mit Koffer und Rucksack &#8211; habe ich den Anschlusszug nur gerade so erwischen können. Man stelle sich hier eine Zeitlupen-Szene vor, wie ich mich dramatisch und in letzter Sekunde in den bereits zur Abfahrt zuckenden Zug hineinwerfe. Wieviele tapfere Kämpfer des Fernverkehrs bereits an diesem Tag gefallen sind ist unbekannt. Die Opferzahlen eine Grauzone.<br />
<span id="more-221"></span><br />
Der anschließende <a href="http://www.critical-mass-hamburg.de/Metronom_Fahrradabteil_unsichtbar.jpg" rel="lightbox tag" title="Pünktlich wie ein Metronom" class="lightbox" >Metronom</a> fuhr dank unseres verspäteten Zuges natürlich auch verspätet ab. Schonmal eine gute Grundvoraussetzung. Ebenfalls ein schöner Effekt ist das nun auftretende menschliche Miteinander: durch kompromisslose <del>Überfüllung</del> Transportoptimierung darf man unverhoffte Ganzkörper-Massagen durch diverse Körperteile, Rucksäcke und Hartschalen-Koffer erleben, ein wahrer Jungbrunnen für die geschundene Gesundheit. Selbstredend stand einem nun als verzögerter Passagier ein ganz besonderer, zusätzlicher Fitnesswert zur Verfügung: Das Full-Time-Body-Standing &#8482;. Eine ruckelige Fahrt in der Vertikalen ohne Möglichkeit zum Festhalten. Auch hier wieder eine tolle Gelegenheit, fremde Leute kennenzulernen, findet man sich nach einem plötzlichen Abbremsen unversehens <del>in den üppigen Brüsten der exotischen Schönheit von Gegenüber</del> in der haarigen Achsel eines verschwitzten Fabrikarbeiters wieder. </p>
<p>Mittendrin als Bonus noch ein Zwischenstopp in der Twilight Zone: ein verlassenes Bauerndörfchen lud zum Verweilen ein. Ich zerre ein besonders hartnäckig verkantetes Knie eines <del>Mitleidenden</del> Mitreisenden aus meinem Ohr und werde sofort zuverlässig vom Fachpersonal der Bahn über Ursachen und Auswirkungen aufgeklärt. Denn der Grund für diese weitere Verspätung findet sich in den Mythen und Sagen jener leisen und knackenden Durchsage-Lautsprecher: <i>&#8220;Aufgrund eines *KRACK* *KRRRR* Zwischenhalt *BZZZT* *CHCHCHCH* Verspätung&#8221;</i>. Die Vermutung ist, dass die Lautsprecher okay sind und die komischen Geräusche direkt vom Zugführer kommen, während sich das Personal in der VIP-Lounge bei Champagner und Kaviar köstlich über diesen allzeit heiteren Jokus amüsiert.</p>
<p>Nach einer Stunde aktiver Fußpilzzucht durch Dauerstehen trudelt der Zug &#8211; verspätet &#8211; in <a href="http://www.uelzen.de/" title="Uelzen: Offizielle Seite" rel="tag">Uelzen</a> ein. Ein erneuter Marathon beginnt und aus den Lautsprechern des Bahnhofs erschallen propagandaartige Verwirrungstaktiken, um Mitreisenden und Mitgerissenen den letzten Rest zu geben. Irgendwo eine Baustelle, Zugverkehr umgeleitet, irgendwas. Wenn man den Anschlusszug in minus fünf Minuten erreichen muss, so hat man nur wenig Zeit, kurz innezuhalten und der lyrischen Durchsagepoesie zu lauschen. Sich verzaubern zu lassen vom monotonen, unterbezahlten Klang der manisch-depressiven Blabla-Stimme, die in lustlosem Wortgewäsch ihre Ahnungslosigkeit ob der Umstände zu vertuschen versucht. Unbeirrt betritt man den erstbesten, hinteren Waggon, wohlwissend, dass mit dieser Streckenverbindung sowieso kaum jemand reist. Aber auch hier belehrt mich die DB-Abteilung für spontane Über(be)legungen eines besseren: erstmals gleicht auch die kleine Bummelbahn von Uelzen nach Braunschweig einem <del>Frischluft</del>gehege. Erneute Menschenmassen zwängen sich hier auf kleinstem Raume und verschmelzen auf atomarer Ebene zu einer einzigen, wabernden, laute Geräusche gebärenden Einheit. Aber ich habe Glück: ein Sitzplatz. Nur für mich allein, meinen Rucksack und meinen Koffer. Und hier kommt nun erneut Erstaunliches zum tragen: durch raffinierte Platzökonomie und modernster Ingenieurskunst schaffte man es, die Plätze derart zu gestalten, dass man hier <b>noch</b> komprimierter zusammengefaltet wird als noch zuvor im maßlos überfüllten Abteil. Fast erwarte ich das Jingle: <a href="http://www.zdf.de/ZDFde/img/84/0,1886,2060116,00.jpg" rel="lightbox" title="Die Knoff-Hoff Show" class="lightbox" >Knoff-Hoff</a>!</p>
<p>Die langweilige und an Ödnis kaum zu überbietende Strecke würde mich nach und nach in einen paralysierten Schlaf gleiten lassen. Doch auch hier weiss die Bahn Abhilfe, so dass unvorsichtige Passagiere nicht aus Versehen ihren Zielbahnhof verpassen. Durch die unglaublich beengten Sitzverhältnisse strömen momentan permanent Schmerzsignale aus meinen Knieen die Beine auf und ab. So habe ich gerade zwar auch irgendwie den Laptop auf dem Schoß, aber kann ihn nichtmal richtig aufklappen, so dass ich diesen Beitrag quasi krummbuckelig verfassen muss, um etwas zu erkennen.</p>
<p>Ein wohlmeinendes Zitat voller Kundenliebe zum Schluss: &#8220;Für Weiterfahrende nach Wolfsburg: nicht in Gifhorn Stadt aussteigen, sondern eine später! Es reicht jetzt!!&#8221;. Kam übrigens gerade eben über die Durchsage.</p>
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		<title>Botschaften aus dem All</title>
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		<pubDate>Tue, 02 May 2006 23:12:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik Range</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Was Wäre Wenn]]></category>

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		<description><![CDATA[Was wäre eigentlich, wenn wir &#8211; also die Menschheit als Ganzes gesehen &#8211; eines Tages Signale aus dem All bekämen? Sei es eine Antwort auf das, was wir bereits per Satellitenschüssel in den Äther pusten, oder auch nur eine reguläre Kontaktaufnahme? Selbiges fragte der SPIEGEL auch Harald Lesch, seines Zeichens theoretischer Astrophysiker, Professor an der ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was wäre eigentlich, wenn wir &#8211; also die Menschheit als Ganzes gesehen &#8211; eines Tages Signale aus dem All bekämen? Sei es eine Antwort auf das, was wir bereits per Satellitenschüssel in den Äther pusten, oder auch nur eine reguläre Kontaktaufnahme?</p>
<p>Selbiges <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,druck-413784,00.html">fragte der SPIEGEL auch Harald Lesch</a>, seines Zeichens theoretischer Astrophysiker, <a href="http://www.usm.uni-muenchen.de/people/lesch/lesch.html">Professor</a> an der Universität München und bekannt als Moderator von <a href="http://www.br-online.de/alpha/centauri/lesch.shtml" rel="tag">Alpha Centauri</a>. Wie alle mehr oder weniger Intellektuellen hoffte dieser zusammenfassend auf mathematische Formeln, welche da per Sat-Express in die heimischen Lausch-Stationen übermittelt werden könnten.<br />
<span id="more-115"></span><br />
<span class=uberschrift>Warum nicht einfach Hallo sagen?</span><br />
Jetzt frage ich mich aber, wie begrüßt man in einem solchen Szenario des Morgens seine Kollegen? Oder die womögliche Ehegattin am wohlverdienten Feierabend?</p>
<p>&#8220;Oh, guten Morgen, Herr Sowieso!&#8221;<br />
&#8220;E = mcÃ‚Â², Herr Kollege!&#8221;</p>
<p>&#8220;Hallo, Schatz, wie war Dein Tag?&#8221;<br />
&#8220;aÃ‚Â² + bÃ‚Â² = cÃ‚Â², Süße. Mannomann, war das heut&#8217; &#8216;n Rumgeatze auffe Förma&#8230;&#8221;</p>
<p>Natürlich verstehe ich, warum man erpicht darauf ist, bei einer ersten Kontaktaufnahme Intelligenz zu demonstrieren. Man wäre es gerne wert, in den Reihen des kosmischen Intellektes als gleichwertig aufgenommen zu werden. Man will demonstrieren, dass die Menschheit nicht nur Stein und Keule beherrscht, sondern auch das eigene Bewusstsein. Die Überlegenheit des Geistes, die Feder besiegt das Schwert. Also redet mit uns, Jungs. Wir wissen doch, dass ihr da draussen irgendwo seid. Und wenn wir &#8220;3.14159265&#8243; sagen, meinen wir nicht Pi, sondern zeigen damit, dass wir bereits das Rad erfunden haben. Ob dieses Wissen jedoch unsere friedvollen Absichten demonstrieren oder eine einfache Grußbotschaft symbolisieren kann, ist wohl eher fragwürdig.</p>
<p><span class=uberschrift>Friedvolles, Faschistisches, Fragwürdiges</span></p>
<p>Die nächste Frage, die sich hier allerdings stellt, wäre eher ein Blick auf die Kehrseite der Medaille. Wir haben tolle mathematische Formeln, übertragen Daten nicht mehr nur durch Kupferdrähte, sondern bereits durch Glasfasern und Luft, erzielten bereits Erfolge in der Gentechnik und können sogar kurzfristig Verstorbene wieder in&#8217;s Leben zurück holen. Auf der anderen Seite aber schlachtet sich der Mensch selbst ab, tötet seinen und fremden Lebensraum, rottet für den Profit Tierarten aus, korrumpiert, intrigiert, stiehlt, lügt und hat zumeist nicht einmal ein schlechtes Gewissen dabei, weil sich die Taten vor sich selbst immer irgendwie rechtfertigen lassen.</p>
<div style="text-align:center;"><a href="http://erik.range-it.de/wp-content/pics/mars-attacks.jpg" class="thickbox" title="Wir kommen in Frieden!"><img class=bild src="http://erik.range-it.de/wp-content/pics/mars-attacks-thumb.jpg" /></a></div>
<p>Dies soll jetzt keine ethische Abhandlung werden, sondern eher eine Überlegung in Richtung: was, wenn die &#8220;Anderen&#8221; auch so sind? Was, wenn man die tollsten Zeugnisse extraterrestrischer Intelligenz empfängt, dort aber eine eben solche Kehrseite existiert? Und wie mag die Menschheit reagieren, wenn man auf einmal Kontakt zu &#8220;Ausweltlern&#8221; hätte?</p>
<p>Weltweit haben wir noch immer &#8211; trotz des Zeitalters der Information &#8211; gegen Rassenhass zu kämpfen. Mauern in den Köpfen, Unsicherheit, religiöse sowie farbliche Unterschiede und Ängste vor dem Unbekannten führen zu Ausgrenzung und nicht selten zu Ausschreitungen und Gewalt. Wie sollte sich die Menschheit in Ihrer Naivität also einem gänzlich Unbekannten stellen? Wo vielleicht nicht nur die Sexualität oder Hautfarbe einen Unterschied machen? Wo es womöglich keinen Gott oder Allah gibt? Wo mental minder gesegnete fürchten, dass einem Zaphod Beeblebrox die Arbeitsplätze wegnimmt? Wenn auch Sprüche wie <i>&#8220;One Blood&#8221;</i> und <i>&#8220;Unter der Haut sind wir alle gleich&#8221;</i> mangels Blut und Haut nicht mehr ausschlaggebend sind? Und was, wenn die &#8220;Anderen&#8221; genau die selben Probleme mit uns Wasserbeuteln haben?</p>
<p>Die entscheidende Frage hier ist doch, ob die Menschheit primär überhaupt bereit für eine solche Kontaktaufnahme wäre. Bei den Kontaktaufnehmern selbst wird man diesbezüglich sowieso nie eine Gewissheit haben, bis der Kontakt bereits da und es somit vielleicht schon zu spät ist. Was uns selbst angeht, so haben wir doch aber bereits in früher Kinderstube gelernt, dass man sich sehr oft sehr plötzlich mit sehr hoher Fallgeschwindigkeit in Richtung Straßenpflaster wiederfindet, wenn man allzuschnell nach vorne stürmt. Was den persönlichen Schaden dabei angeht, so mag der vielleicht vertretbar sein &#8211; was aber, wenn man in seinen Entscheidungen mitunter auch Verantwortung für andere übernimmt? Nehmen wir zum Beispiel für den Anfang.. hmm.. die gesamte Weltbevölkerung? </p>
<p>Hat denn niemand bei &#8220;<a href="http://erik.range-it.de/amazon/B00008VDQV/">V &#8211; Die außerirdischen Besucher kommen</a>&#8221; gelernt?</p>
<p>Wobei sich natürlich niemand mehr beschweren wird, besuchen uns dann eines Tages die <a href="http://erik.range-it.de/amazon/B000B7VZB0/" rel="tag">Critters</a>. Denn ist der Mensch als schmackhaftes Säugetier erst einmal verdaut, so hat er die bemerkenswerte Eigenschaft, recht schnell recht still zu werden. Um nur ein Beispiel zu nennen: wäre ich zu diesem Zeitpunkt also bereits tranchiert und verspachtelt, weil irgendeine außerirdische Rasse die Botschaft Pi als interstellare Einladung zum Brunch missverstanden hat, so wäre dieser Artikel zumindest endlich mal zu En&#8230;</p>
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		<title>Da Vinci Code &amp; Massenmorde</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Apr 2006 18:44:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik Range</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Film & Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsmache]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Buch ist schon seit Ewigkeiten im Handel erhältlich, aber erst mit der bevorstehenden Veröffentlichung per zelluloidschem Massenmedium Kino mockiert sich jetzt die katholische Kirche über Inhalte und Darstellung des bevorstehenden Blockbusters The Da Vinci Code. Aber warum nur? So soll innerhalb des Filmes zum Beispiel die Opus Dei karikiert und verfremdet dargestellt werden. Halten ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Buch ist schon seit Ewigkeiten im Handel erhältlich, aber erst mit der bevorstehenden Veröffentlichung per zelluloidschem Massenmedium Kino mockiert sich jetzt die katholische Kirche über Inhalte und Darstellung des bevorstehenden Blockbusters <a href="http://www.sodarktheconofman.com" rel="tag">The Da Vinci Code</a>. Aber warum nur? So soll innerhalb des Filmes zum Beispiel die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Opus_dei" rel="tag">Opus Dei</a> karikiert und verfremdet dargestellt werden.</p>
<p>Halten wir hier kurz inne und lassen Hollywood ein wenig Revue passieren. Lispelnde Chinesen, Vodka-saufende Russen (Kommunisten), gescheitelte Deutsche (Nazis), gewalttätige Russen (Kommunisten), arrogante Franzosen, dreckige Gangster-Russen (Kommunisten), intrigante Deutsche (Nazis), dazu noch der übliche Quotenschwarze als Bösewicht oder Witzfigur &#8211; und natürlich der patriotische und heldenhafte Amerikaner als Weltenretter. Sicher fehlen hier noch einige Archetypen des mental gepflanzten Vorurteiles, aber im Grunde genommen zählen wir hier schon mehr als genug.<br />
<span id="more-106"></span><br />
Warum also jetzt überall die Schlagzeilen, dass die <a href="http://www.kirchenopfer.de/" rel="tag">Kirche</a> sich verunglimpft fühlt? Hat man dort Angst um das Image? Dann hätte man vielleicht das Finstere Mittelalter, respektive die Inquisition und die Kreuzzüge aus den Geschichtsbüchern streichen sollen. Denn vergleichen wir die Zahlen mal mit dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Holocaust" rel="tag">Holocaust</a>, erhalten wir folgende Topliste des Todes:</p>
<p>1. Indianerverfolgungen: mindestens 50.000.000 Tote<br />
2. Kirchliche <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzz%C3%BCge" rel="tag">Kreuzzüge</a>: mindestens 22.000.000 Tote<br />
3. Kirchliche <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Inquisition" rel="tag">Inquisition</a>: mindestens 10.000.000 Tote<br />
4. Deutscher <a href="http://www.shoa.de/content/view/56/46/" rel="tag">Holocaust</a>: mindestens 5.700.000 Tote<br />
5. Der <a href="http://www.fg-vietnam.de/Artikel/Krieg.html" rel="tag">Vietnamkrieg</a>: mindestens 3.000.000 Tote</p>
<p>Da ich derzeit in Deutschland wohne, hier eben noch die obligatorische <a href="http://erik.range-it.de/2006/03/06/deutschland-nationalstolz/">Rechtfertigung</a>: Natürlich soll die obige Liste den Holocaust weder &#8220;verniedlichen&#8221;, noch ihn harmloser erscheinen lassen, als er <del>ist</del> war. Knapp sechs Millionen Tote und Völkermord kann man nicht mit einem Fingerzeig auf andere, schlimmere, Geschehnisse abwerten. Allerdings zeigt sich sehr wohl, dass gerade die Kirche &#8211; und vorneweg auch die augenscheinlich immer so korrekten und sauberen Amerikaner, denen man noch Hiroshima und Konsorten anlasten darf &#8211; damit rechnen sollten, in einem Kreuzfeuer der Kritik die volle Breitseite serviert zu bekommen. Im elitären Kreis der Massenmörder schüttelt man sich die Hände und trägt tiefschwarze Kragen zu den weissen Westen.</p>
<p>Wenn es also einen Grund gäbe, sich über Werke wie <a href="http://www.sonypictures.de/landing/the-da-vinci-code/" rel="tag">The Da Vinci Code</a> zu beschweren, dann doch nur den, dass die Kirche sowie auch die Amerikaner viel zu selten als Feindbild der &#8220;westlichen Leitkultur&#8221; auftreten. Auf der anderen Seite wäre es vielleicht sinnvoller, solche Feindbilder und Schubladendenken generell abzuschaffen und somit die Nazis ruhen und die Kommunisten in Frieden zu lassen &#8211; aber dann würde man sicher mind. 50% der Film- und inzwischen auch Computerspiele-Industrie beschneiden und zu womöglich innovativeren Thematiken zwingen. Und ist es nicht auch viel einfacher und bequemer, immer mit dem Zeigefinger vorwurfsvoll auf andere zu zeigen, um von sich selbst abzulenken?</p>
<p><span class=uberschrift>Da Vinci Code: Die Trailer</span><br />
Als kleiner Nachtrag hier noch einige Trailer als Teaser zum Film. Wie bei allen Literaturverfilmungen, so gilt natürlich auch hier, dass man lieber zum Buch greifen sollte. Ob vor oder nach dem Film spielt da allerdings eher eine unwesentliche Rolle.</p>
<div style="text-align: center">
<object width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/VvSC3whq_Ac"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/VvSC3whq_Ac" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350"></embed></object></p>
<p><object width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/LGHVUTkXMkE"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/LGHVUTkXMkE" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350"></embed></object></p>
<p><object width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/qUBxE6dFwp0"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/qUBxE6dFwp0" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350"></embed></object>
</div>
<div class=edit>Eine heitere Notiz am Rande: eben, beim Schreiben dieses Beitrages, läuft auf PRO7 der Film &#8220;Projekt: Peacemaker&#8221;. Die Bösen: militaristische Russen (Kommunisten). Na sowas.</div>
]]></content:encoded>
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		<title>Fernsehen ist scheiße</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Mar 2006 08:05:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik Range</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Film & Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsmache]]></category>
		<category><![CDATA[Retrospektive]]></category>

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		<title>Zukunftsvisionen</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Mar 2006 05:43:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik Range</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftsvision]]></category>

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		<description><![CDATA[160.000 Jahre alt sollen sie sein, die Gebeine der ältesten Funde des Homo Sapiens. Vor gerade mal 78 Jahren wurde das Ferntonkino erfunden, heute bekannt als der heimische Fernseher. Vor 47 Jahren behaupteten die Amerikaner, die erste Mauke auf den Mond gesetzt zu haben. Vor 24 Jahren hielt der C64 Einzug in Deutsche KillerKinderstuben, vor ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>160.000 Jahre alt sollen sie sein, die Gebeine der ältesten Funde des Homo Sapiens. Vor gerade mal 78 Jahren wurde das Ferntonkino erfunden, heute bekannt als der heimische Fernseher. Vor 47 Jahren behaupteten die Amerikaner, die erste Mauke auf den Mond gesetzt zu haben. Vor 24 Jahren hielt der C64 Einzug in Deutsche <strike>Killer</strike>Kinderstuben, vor 13 Jahren schliesslich Systeme mit Intel&#8217;s Pentium. Im selben Jahr erblickte auch das World Wide Web, geboren im Schweizer CERN-Institut, das Licht der Welt. Bei Börsengang vor zwei Jahren schätzt man Google&#8217;s Plattenspeicher für die weltweit gesammelten Informationen auf 5 Petabyte (~5.629.499.534.213.120 Bytes bzw. ~5.242.880 GB). Letztes Jahr, 2005, ein Rekordjahr für Hurrikane sowie für Stürme gleichermaßen. Das globale Klima gerät zusehends ausser Kontrolle.<br />
<span id="more-83"></span><br />
<span class=uberschrift>Kurze Eigeninterpretation des zukünftigen Zeitgeschehens</span></p>
<p>Immer schneller pulsiert das Blut in den chronologischen Trendadern, die Gesellschaft der Moderne ist im stetigen Wandel. Neue Technologien sind morgen schon überholt, der Mensch mehr denn je dem ständigen Lernprozess und der Reizüberflutung ausgesetzt. Familien erfinden sich neu als Zweckgemeinschaften, moderne Unterhaltungselektronik ersetzt das Elternhaus und wird bar jeder Verantwortung für höhere Aggressionsaufkommen der Folgegenerationen für schuldig erklärt. Die Ökonomie erringt nach der Pharmazie nun auch den Sieg über die Demokratie und bestimmt die westliche Politik, meinungsbildende Medienmonopole übernehmen das selbstständige Denken für einen Großteil der Bevölkerung. Die viral fortschreitende Technisierung des Alltages verdrängt erst die Philosophie, später die Religion. Kunst im klassischen Sinne ist Ausdruck der Vergangenheit, vereinzelt die Expression der Unterdrückung. Die Moderne Kunst dient als Sprachrohr der Kommerzialisierung, spricht vermehrt die orientierungslose Jugend an und lockt mit Scheinwelten und (be)trügerischen Idealen. Die Anzahl der Weltbevölkerung steigt trotz Rückgang der Geburtenrate. Dank Genfood und synthetischer Immunisierung des Menschen gegen die natürliche Umwelt steigt die Lebenserwartung und somit auch das Durchschnittsalter um ein Vielfaches an. Krankenkassen erzielen Umsatzrekorde bei minimalen Auszahlungen, Rentenfonds brechen trotz gesetzlicher Zwangsversicherung ein. Nach dem aus monetären Gründen lang verschwiegenen Sieg über Krebs und AIDS regelt die Natur ihr Gleichgewicht durch eine Mutation des A/H5N1-Virus, welcher eine ähnliche Evolutionsrate besitzt wie zuvor der HI-Virus. Währenddessen hat sich die mittlere Umwälzgeschwindigkeit des Golfstroms faktisch um gut 60% vermindert, die einst geregelten Klimazonen geraten zusehends aus dem Gleichgewicht, durch das Abschmelzen der Polkappen steigen die Spiegel der Weltmeere und fluten Küstenregionen. Wie schon zu Zeiten der Pest wird der Mensch erneut dezimiert.</p>
<p><span class=uberschrift>Non liquet</span></p>
<p>Obiges natürlich nur als orakelte Dystopie und als Einleitung einiger Artikel betreffs der Zukunft, welche auf diesen folgen werden. Bei genauerem Hinlesen mag das ein oder andere gewiefte Auge erkennen, dass einige der Aussagen tatsächlich bereits den heutigen Tatsachen entsprechen, andere wiederum auf dem besten Wege zur Erfüllung sind.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Deutscher Nationalstolz</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Mar 2006 10:30:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik Range</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Fingerzeig]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsmache]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenige Themen haben in letzter Zeit das allgemein eher kühle, deutsche Gemüt so angestachelt wie die umstrittene &#8220;Du bist Deutschland&#8220;-Kampagne, welche derzeit massivst durch die meinungsbildenden Medien kursiert. Nebst Oppositionsbildungen und Vergleichen zum Nazi-Regime liefert man sich förmlich Schlammschlachten mit den Initiatoren. Dabei ist die Idee, welche sich hinter der Kampagne verbergen mag, nicht mal ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenige Themen haben in letzter Zeit das allgemein eher kühle, deutsche Gemüt so angestachelt wie die umstrittene &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Du_bist_Deutschland" rel="tag">Du bist Deutschland</a>&#8220;-Kampagne, welche derzeit massivst durch die meinungsbildenden Medien kursiert. Nebst <a href="http://www.wieder-deutschland.de/index.php">Oppositionsbildungen</a> und <a href="http://www.arbeiterfotografie.com/sozialraub/2005-11-25-du-bist-deutschland.html">Vergleichen zum Nazi-Regime</a> liefert man sich förmlich <a href="http://www.flickr.com/groups/dubistdeutschland/pool/">Schlammschlachten</a> mit den Initiatoren. Dabei ist die Idee, welche sich hinter der Kampagne verbergen mag, nicht mal unbedingt die Schlechteste. Denn &#8211; und das darf man als Deutscher ruhig zugeben &#8211; wir sind das einzige Land, welches sich schämt, das Wort &#8220;<a href="http://www.gegenstandpunkt.com/gs/01/2/stolz.htm" rel="tag">Nationalstolz</a>&#8221; überhaupt in den Mund zu nehmen. Wer auch nur daran denkt, lebt schon mit der Angst, ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nazi" rel="tag">Nazi</a> zu sein. Ausländerhasser, Antisemit, xenophober Paranoiker. Und was würden dann bloß die Nachbarn sagen?<br />
<span id="more-78"></span><br />
Vor vielen Jahren wusste einst mein Geschichtslehrer ein mir bis heute in deutlicher Erinnerung gebliebenes Fallbeispiel zu erzählen:</p>
<blockquote><p>Frage einen Amerikaner, was er ist.<br />
Er wird Dir sagen: &#8220;Ich bin Amerikaner!&#8221;</p>
<p>Frage einen Franzosen, was er ist.<br />
Er wird Dir sagen: &#8220;Ich bin Franzose!&#8221;</p>
<p>Frage einen Japaner, was er ist.<br />
Er wird Dir sagen: &#8220;Ich bin Japaner!&#8221;</p>
<p>Frage einen Deutschen, was er ist.<br />
Er wird Dir sagen: &#8220;Ich bin Postbote!&#8221;</p></blockquote>
<p>Traurig, aber wahr. Der Horizont des Durchschnittsdeutschen beschränkt sich auf Heim und Herd. Man definiert sich nicht über Land und Leute, sondern nur noch über sich selbst. Ein treusorgender Partner, ein trautes Heim, ein geregelter Job. Der persönliche Mikrokosmos als Ausdruck des Etwas-Wert-Seins, der eigenen Identifikation und einer Zugehörigkeit, die uns vor über einem halben Jahrhundert verloren ging. Einem Stolz, der uns damals gestohlen wurde, von &#8211; wie es so schön heisst &#8211; den Sünden unserer Vorväter. Sünden, deretwegen der Deutsche noch heute gebückt statt aufrecht durch die Lande schleicht.</p>
<p>Nicht, dass der persönliche Umkreis etwas Schlechtes wäre &#8211; ganz im Gegenteil &#8211; jedoch wäre es falsch, dort bereits die Grenzen zu ziehen. Sicher darf man stolz auf seine Leistungen sein, stolz auf seinen Beruf und stolz auf die Familie &#8211; aber was darüber hinaus? Muss ich als Deutscher ständig das Gefühl haben, mich rechtfertigen zu müssen, wenn ich meine Herkunft offenbare? Oder ist es rechtens, dass mich die Paranoia beschleicht, sobald ich ein &#8220;<a href="http://www.deutschland.de/" rel="tag">Deutschland</a>&#8220;-Shirt anziehe, welches womöglich noch in Nationalfarben koloriert ist? Während andere Völker für ihr Land leben, kämpfen und sterben, schämen wir uns nur für unseres &#8211; und das, obgleich die Scham an sich das wirklich Beschämende daran ist. Der Durchschnittsdeutsche lebt noch immer in einer ständigen, unterschwelligen und unterdrückten Angst, von international Zugezogenen bewertet zu werden. In unseren Köpfen diskriminieren wir uns selbst. Klar gibt es auch immer wieder jene Angehörige anderer Kulturen, welche den Deutschen an sich als Nazi zu kategorisieren wissen. Aber genau jene sind es, die sich ironischerweise durch eine solche Diffamierung selbst als ignorante <a href="http://mein-kummerkasten.de/9573/Bin-ich-ein-Rassist-.html" rel="tag">Rassist</a>en outen.</p>
<p>Was aber noch viel schlimmer ist als gegen solche heutzutage eher vermindert auftretenden Vorurteile zu kämpfen, das sind Deutsche, die stets mahnend &#8220;da vorne&#8221; stehen. Die jedwede Aussage mit dem Dritten Reich zu verknüpfen wissen, und die aus einer Großschreibung der Worte &#8220;Drittes&#8221; und &#8220;Reich&#8221; sofort eine Affinität zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsradikalismus" rel="tag">Rechtsradikalismus</a> beurkunden können. So wurden ob der Eingangs genannten Kampagne sofort wieder Stimmen laut, welche den Slogan &#8220;Du bist Deutschland&#8221; mit Nazi-Propaganda auf eine Stufe stellten, gab es doch unter Adolf einst eine ähnliche Parole. Sicher, die Motivation wird eine ähnliche sein &#8211; der Aufruf, sich mit seinem Land zu identifizieren. Dennoch werden hier ganz andere Ursachen und Bevölkerungsschichten angesprochen. Wir sind heute &#8211; über fünfzig Jahre später &#8211; ein multikulturelles Land. Ein Schmelztiegel der Hautfarben und Religionen. Tür an Tür, wo einst Grenzen auf der Landkarte sowie auch in Köpfen waren. Die Werbekampagne richtet sich nicht wie einst an die &#8220;arische Herrenrasse&#8221;, sondern an all jene, die in diesem Land beheimatet sind. Es geht eben nunmehr darum, die persönlichen Grenzen des Mikrokosmos abzubauen und einen Schritt nach vorne zu wagen. Einen Schritt auf andere Menschen zu, einen Schritt in Richtung neue Perspektiven, einen Schritt in eine optimistischere Zukunft, die nicht nur aus den ewig gleichen Klageliedern und Selbstmitleid besteht. Es geht darum, selbst etwas zu schaffen, um es gemeinsam zu schaffen. Und auch, wenn es jene gibt, die bereits ausgezehrt und kraftlos sind oder schlichtweg keine Möglichkeiten haben, etwas zu bewegen &#8211; so behaupte ich einfach, lohnt es sich doch, wenn wenigstens &#8220;die Anderen&#8221; für kommende Generationen kämpfen.</p>
<p>Und all jene, die diese Kampagne der Großmauligkeit und Klugscheisserei wegen als nationalsozialistisches Zeichen werten, dürfen gerne weiter mit ihren Stammtischparolen ihre Lokal-politische Hexenjagd betreiben. Doch welche Zukunft sollen wir denn noch als Land haben, wenn ständig eine Horde selbsternannter Weltverbesserer mit erhobenem Zeigefinger mahnend auf der Vergangenheit herumreitet?</p>
<p>Einziger Kritikpunkt, welchen ich an dieser Kampagne anbringen möchte, ist, dass ich dort nur Menschen &#8211; sogenannte &#8220;Prominente&#8221; &#8211; sehe, welche über Probleme reden, die sie selbst nicht haben. In sinnentleerten Phrasen, die sie selbst nicht verstehen. Denn wenn ich der Schmetterling bin, der den Baum entwurzelt, und zeitgleich auch der Baum bin, der vom Schmetterling entwurzelt wird &#8211; welche mysteriöse Botschaft höheren Geistes soll mir hier vermittelt werden? Dass ich ein anti-ökologisch handelnder Randalierer bin, der sich selbst die Wurzeln kappt? Aber verzetteln wir uns nicht in Kleinigkeiten. Das wäre zu Deutsch.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Terroristische Einsatzbesprechung</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2006 15:32:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik Range</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsmache]]></category>

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		<description><![CDATA[Meinen kameradschaftlichen Gruß, liebe Mit-Terroristen. Im heutigen Eintrag möchte ich das Suizidkommando Kiel Nord 3 zwecks Einsatzbesprechung koordiniert wissen. Der geplante Anschlag auf Wurst-Udo &#8211; einem Wahrzeichen kapitalistisch-teuflischer Brut der westlichen Welt &#8211; findet wie geplant am morgigen Donnerstag, dem 23.02.2006 um 13:00 UTC+5 statt. Die Namensliste der freiwilligen Egosprenger samt Anschrift, Geburtsdaten, Passfotos und ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meinen kameradschaftlichen Gruß, liebe Mit-<a href="http://people.freenet.de/jtietjens/pictures/cimg0476.jpg" class="lightbox" >Terroristen</a>. Im heutigen Eintrag möchte ich das Suizidkommando Kiel Nord 3 zwecks Einsatzbesprechung koordiniert wissen. Der geplante Anschlag auf <a href="http://gallery.100prozent.net/fotoalben/mcleod/das-erste-mal-in-kiel/59095/">Wurst-Udo</a> &#8211; einem Wahrzeichen kapitalistisch-teuflischer Brut der westlichen Welt &#8211; findet wie geplant am morgigen Donnerstag, dem 23.02.2006 um 13:00 UTC+5 statt.</p>
<p>Die Namensliste der freiwilligen Egosprenger samt Anschrift, Geburtsdaten, Passfotos und mobilen Endgeräte-Nummern wird natürlich intern per uncodierter Mailingliste versandt, so wie immer. Es sind bitte mitzubringen: <a href="http://www.robertbody.com/foreign_sources/collections/funny_pictures/thumbnails/elephant_raincoat.jpg" class="lightbox" >Regenkleidung</a>, <a href="http://www.scrupeda.net/wordpress/2006/01/18/aus-allen-richtungen-daneben/">Sprengstoffgürtel</a>, <a href="http://www.blinde-kuh.de/kueche/marshmallow-burger.html">Marshmallows</a>, auf Wunsch auch effekthaschende <a href="http://feuerwerk.ssmf.net/printthread.php?t=969">Feuerwerkskörper</a> sowie entsprechend ausformulierte Lebensversicherungen zugunsten der Geheimen Schläferschaft Germany (GSG) e.V.. Ersatzzünder werden vor Ort gestellt. Unmittelbar vor der Heiligen Tat wollen wir uns noch mit Freunden und Familien bei McDönelds treffen, um einen geselligen Abschied und das ein oder andere Getränk zu uns zu nehmen. Ihr seid alle herzlich eingeladen.</p>
<p>Nanü? Höre ich da jemanden <i>Mumpitz</i> sagen? Aber ganz und gar nicht &#8211; denn der eigentliche Mumpitz liegt in diesem Falle &#8211; wie in so vielen anderen &#8211; ganz wo anders. Nämlich beim EU-Minister<strike>ver</strike>rat, welcher Demokratie und Menschenrechte derart zu verlächerlichen weiss, dass man meinen sollte, man dürfe in baldiger Zukunft nur noch mit offener Hose durch die Straßen laufen.<br />
<span id="more-81"></span><br />
Stein des Anstoßes ist in diesem Falle die neue <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/69881" rel="tag">Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung</a>. Somit sollen von jedem europäischen Einwohner sämtliche anfallenden Online-Daten gesichert werden, welche in einem Zeitraum von sechs bis 24 Monaten anfallen. Was man sich wiederum unter den anfallenden Online-Daten vorstellen darf, ist in diesem Falle tatsächlich mehr, als man Eingangs zu glauben vermag:</p>
<ul class=blocky>
<li><strong>Chats:</strong> Ob per ICQ, AIM, MSN, Yahoo!-Chat, Trillian oder andere Clients &#8211; hier wird alles mitgeloggt, was Sie mit Familie, Freunden oder Kollegen besprechen. Abhilfe schaffen kann hier nur eine entsprechend gesicherte Verbindung, so der Chat-Client denn eine unterstützt und sich beide Gesprächspartner in der Materie auskennen.</li>
<li><strong>eMails:</strong> Jeden Tag werden Deutschland-weit Millionen von eMails versandt. Geschäftliche, Private, Rundschreiben, vertrauliche Daten, natürlich auch Spam. Alles darf nun auf völlig legale Weise &#8220;von oben&#8221; eingesehen werden. Das Wort &#8220;vertraulich&#8221; gehört in diesem Falle also ebenso der Vergangenheit an wie &#8220;privat&#8221;.</li>
<li><strong>VoIP:</strong> Ebenfalls betroffen ist natürlich der Sektor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/VoIP" rel="tag">Voice over IP</a>. Ob Sie sich für einen solchen Anschluß bei Ihrem Telefonprovider entscheiden, oder ob man Direktdienste wie <a href="http://www.skype.com/intl/de/" rel="tag">Skype</a>, <a href="http://www.goteamspeak.com/" rel="tag">TeamSpeak</a> oder <a href="http://www.ventrilo.com/index.php" rel="tag">Ventrilo</a> nutzt &#8211; der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lauschangriff">große Lauschangriff</a> findet nun auch online statt.</li>
<li><strong>Suchmaschinen:</strong> Haben Sie sich womöglich für eine alternative Suchmaschine statt dem Mainstream-<a href="http://www.google-watch.org/bigbro.html">Spionagetool</a> &#8220;Google&#8221; entschieden? Etwa weil dort sämtliche Ihrer Suchbegriffe und Seitenaufrufe per Ident-Cookie bis in das Jahr 2035 gespeichert werden? Und auch die meisten Ihrer Klicks auf einzelnen Seiten durch Dienste wie Google AdSense und Google Analytics inzwischen mitgeloggt werden? Kein Problem, denn in Zukunft spielt es auch gar keine Rolle mehr, welche Suchmaschine Sie präferieren, oder ob Sie Ihre schmuddeligen Porno-Cookies zwecks statistischer Erhebung nach dem Besuch einschlägiger Seiten eliminieren. Denn ab sofort wird jedes Suchwort, jede besuchte Präsenz sowie jede dort angeklickte Seite mitgeloggt. Im Service inklusive wird einem selbstredend das ausführliche Protokollieren aller ausgefüllten Formulare inklusive Privatdaten und dergleichen mehr geboten.</li>
<li><strong>Seitenaufrufe:</strong> Egal, welche Adresse im Netz Sie auch ansteuern &#8211; der <a href="http://www.bigbrotherawards.de/">Große Bruder</a> schaut zu. Egal, welchen Link auf welcher Seite Sie auch klicken &#8211; gewissenhaft und lückenlos wird jegliche Navigation, jedes Interessengebiet sowie auch jedes unerwünschte Popup mit willkürlichem Inhalt mitgeloggt.</li>
<li><strong>Peer 2 Peer:</strong> Wer ab und an auf sogenannte P2P-Dienste wie <a href="http://www.emule-project.net/home/perl/general.cgi?l=2" rel="tag">eMule</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bittorrent" rel="tag">BitTorrent</a> o.Ä. zugreift, um sich womöglich neue Urlaubsfilme zum Selbstkostenpreis zu organisieren, der dürfte in Zukunft schlechte Karten haben. Ob, wie und in welchem Maße sämtliche Datenpakete protokolliert werden, ist zwar nicht bekannt &#8211; jedoch kann zumindest jeder IP jedes heruntergeladene und/oder angebotene Datenpaket zugeordnet werden. Selbst per Client übermittelte Suchbegriffe sind nun kein Geheimnis mehr. Ob aus den Ergebnissen ein Download resultierte oder nicht.</li>
<li><strong>Online-Banking, Kreditkarten-Daten:</strong> Zu solch bristanten Punkten bislang noch keine Äußerung. Will heissen: keine Dementi, also auch kein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/In_dubio_pro_reo">in dubio pro reo</a>. Da die Provider derzeit und wohl auch in all zu naher Zukunft kein diesbezügliches Filtersystem parat haben, wird somit alles mitgeloggt, was durch Ihr Modem geschickt wird. Incoming wie Outgoing.</li>
</ul>
<p>Interessant bei diesen Maßnahmen ist, dass man sich ergo als Internetbenutzer &#8211; egal, ob privat oder geschäftlich &#8211; bereits verdächtig macht. Weil es also eine Möglichkeit gibt, über das Internet zu kommunizieren, wird hier zwecks angeblicher Terroristenhatz einfach eine Schublade aufgetan und sämtliche User mit einer lapidar wischenden Handbewegung hineingekehrt. Diesmal allerdings nicht nur der Kreis der üblichen Verdächtigen, welcher per willkürlichem Filterverfahren aus der Gesamtmasse herausgesiebt wird, sondern in diesem Falle einfach jeder. Sie, Ihre Nachbarn, womöglich Ihre Kinder, ich natürlich auch. Alles potentielle Terroristen. Kriminelle. Prophylaktischer Abschaum.</p>
<p>Die große Frage nach Datenschutz wird hier ebenso konsequent ignoriert wie das Kontradiktum zum Deutschen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeines_Pers%C3%B6nlichkeitsrecht" rel="tag">Persönlichkeitsrecht</a>, welches hier erneut ad absurdum geführt wird. Man bedenke auch, dass der Mensch zur Kommunikation nicht bloß Internet und Telefon nutzt. Auch private Treffen eingeschworener Kreise sind an beinahe jedem beliebigen Ort möglich, an dem Mensch sich &#8211; noch &#8211; aufhalten darf. Auch hier bietet sich die Möglichkeit konspirativer Kreise. Was also folgt als nächster Schritt, um die total<strike>itär</strike>e Sicherheit &#8211; im Namen des Terrorismus &#8211; zu erlangen? <strike>Eine Wanzenpflicht</strike> Ein persönlicher Datenchip für jeden Bundesbürger ÃƒÂ¡ la Cyberpunk? <a href="http://www.dhm.de/lemo/html/WegeInDieGegenwart/FolgenDerDeutschenEinheit/stasiDasUnheimlicheErbeBody.html">Stasianische</a> Ermittler des BND auf privaten Grillparties? Der lang voraus orakelte Präventionsstaat wie in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/1984_(Roman)">George Orwell&#8217;s 1984</a>?</p>
<blockquote><p>Bundesjustizministerin Brigitte Zypries begrüßte nach dem Treffen den Beschluss. Für sie ist die Richtlinie &#8220;ein gutes Beispiel für einen sachgerechten Interessenausgleich zwischen den Freiheitsrechten der Bürger und dem Interesse an einer effektiven Strafverfolgung&#8221;</p></blockquote>
<p>Freiheitsrechte am Arsch, sehr geehrte Frau Zypries. Denn eine stetig überwachte Freiheit ist lediglich die Freiheit, gar nichts zu tun. Die Freiheit, zu existieren. Die Freiheit zu wissen, dass andernorts ein Persönlichkeitsprofil über mich erstellt werden kann, sobald ich meine Bücher online bestelle, mich auf jedweden Seiten herumtreibe, mich auch über unschöne Themen per Suchmaschine informieren möchte. Eine solche Freiheit ist lediglich eine Farce, nichts weiter.</p>
<blockquote><p>So sprach EU-Justizkommissar Franco Frattini angesichts der nun möglichen sechs bis 24 Monate langen Aufzeichnung der elektronischen Nutzerspuren von &#8220;einem Sieg für die Demokratie, für unsere EU-Bürger und für die Grundrechte, auf der die Europäische Union sowie ihre 25 Mitgliedsstaaten basieren&#8221;</p></blockquote>
<p>Auch Herr Frattini weiss mit seiner Argumentationskette seine Fehlbesetzung zu unterstreichen. Denn eine solche Überwachungsjustiz ist das Treten mit Füßen nach Demokratie, nach den Grundrechten &#8211; s.o. Persönlichkeitsrecht &#8211; und nach jedem einzelnen Bürger der Europäischen Union. Denn ab dem 21.02.2006 sind wir alle potentielle Straftäter im Namen der Sicherheit &#8211; und zwar nicht nur der Sicherheit dieses Landes, sondern der ganz Europas.</p>
<blockquote><p><strong><i>&#8220;Eine Gesellschaft, die Ihre Freiheit zugunsten Ihrer Sicherheit opfert, hat beides nicht verdient.&#8221;</i></strong><br />
&#8211; Benjamin Franklin</p></blockquote>
<p>Das wusste selbst schon der alte Ben Franklin, obgleich er aus der heutigen Vorzeigevereinigung der Anti-Terror-Staaten kommt. Aber Angst war schon immer eines der effektivsten politischen Mittel, um Unrecht als Recht zu deklarieren. Wohingegen meine <strike>Befürchtung</strike> Furcht in diesem Falle weiss Gott nicht dem Terror gilt.</p>
<p>Vielen Dank für Dein Vertrauen in Deine Bürger, lieber EU-Rat. Ich habe mich nie unsicherer gefühlt.</p>
<div class=edit>Hier noch absolut lesenswerte und weiterführende Links zum Thema. Obacht: Jeder Klick wird inzwischen protokolliert und könnte Ihnen ein schlechtes Karma vor dem Europäischen Rat einbringen.</p>
<p><strong><a href="https://www.foebud.org/datenschutz-buergerrechte/vorratsdatenspeicherung/widerstand-gegen-geplante-vollprotokollierung">Widerstand gegen geplante Vollprotokollierung der Telekommunikation &#8211; Gemeinsame Erklärung</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vorratsdatenspeicherung">Definition der Vorratsdatenspeicherung bei Wikipedia</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5036152_REF_NAV_BAB,00.html">Fragen und Antworten bei tagesschau.de</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://register.consilium.eu.int/pdf/de/05/st03/st03677.de05.pdf">Der Richtlinienentwurf im Wortlaut</a></strong>
</div>
<p>Weitere Tags zum Thema: <a href="http://technorati.com/tag/1984" rel="tag">1984</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Big+Brother" rel="tag">Big Brother</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Demokratie" rel="tag">Demokratie</a>, <a href="http://technorati.com/tag/EU-Rat" rel="tag">EU-Rat</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Richtlinienentwurf" rel="tag">Richtlinienentwurf</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Sicherheit" rel="tag">Sicherheit</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Spionage" rel="tag">Spionage</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Terror" rel="tag">Terror</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Terrorismus" rel="tag">Terrorismus</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Politik" rel="tag">Politik</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Überwachung" rel="tag">Überwachung</a></p>
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		<title>Morden für Mohammed</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2006 02:51:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik Range</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsmache]]></category>

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		<description><![CDATA[Islamisten weltweit in Aufruhr, verschiedenste Landesflaggen werden verbrannt und voller Verachtung getreten und bespuckt, Botschaften angegriffen, Menschen getötet. Der Grund dafür dürfte inzwischen weitreichend bekannt sein: eine Karikatur. Ein lausiges Bildchen in einem dänischen Tagesblatt. Eine Karikatur, wie sie zuhauf auch in islamistischen Blättern zu finden ist &#8211; beispielsweise über das Judentum. Eine Karikatur, wie ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Islamisten weltweit in Aufruhr, verschiedenste Landesflaggen werden verbrannt und voller Verachtung getreten und bespuckt, Botschaften angegriffen, Menschen getötet. Der Grund dafür dürfte inzwischen weitreichend bekannt sein: eine Karikatur. Ein lausiges Bildchen in einem dänischen Tagesblatt. Eine Karikatur, wie sie zuhauf auch in islamistischen Blättern zu finden ist &#8211; beispielsweise über das Judentum. Eine Karikatur, wie sie scheinbar nur für andere Religionen legitim zu sein scheint, ohne ein Freibrief für Massenhysterie und Mord zu werden. Warum ein Freibrief? Weil es viele deutsche Medien so zu sehen scheinen, denn auf einmal werden da Stimmen der Einsicht und Entschuldigungen laut. Verständis wird geheuchelt, dass solch ein cartoonisiertes Bildchen ja nicht richtig sei und man könne es verstehen, wenn sich jemand beleidigt fühle. Dabei sollte doch gerade Deutschland ob seiner geschichtlichen Vergangenheit bereits wissen, was es mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Welle">Welle</a> auf sich hat.<br />
<span id="more-79"></span><br />
Dabei ist die traurige Ironie der ganzen Geschichte, dass der Stein des Anstoßes nicht einmal Mohammed &#8211; welcher laut Islam nicht gezeichnet werden darf &#8211; bildlich festgehalten wurde. Zankapfel ist lediglich eine einzige einer ganzen Karikatur-Serie, auf welcher Mohammed eine Bombe auf dem Turban trägt. Die Verbindung vom Islam mit Gewalt. Man fühle sich dadurch beleidigt und empört &#8211; und unterstreicht anschliessend die Darstellung, indem man der Empörung per Gewalt und Bluttaten Luft macht. Indem man ganzen Völkern symbolisch mittels Verbrennung der Landesflagge den Tod wünscht. Die angesprochene Ironie hieran liegt doch aber ganz klar auf der Hand &#8211; denn genau jene muslimischen Hooligans sind es, welche eine solche Karikatur überhaupt ermöglichen beziehungsweise zu verschulden haben. </p>
<p>Im Grunde genommen geht es also &#8211; wieder einmal &#8211; nur um Vorurteile. Und Vorurteile &#8211; das wissen auch wir Kraut-fressenden, Kartoffeln züchtenden, Schweinshaxen und Bier konsumierenden Nazi-Deutschen &#8211; haben immer irgendwo ihren Ursprung. Ein Körnchen der Wahrheit. Sie lassen einen ganzen Menschenschlag &#8211; ob zutreffend oder nicht &#8211; einfach in Schubladen verschwinden. Ob politische oder religiöse Motivationen dahinter stecken mögen, spielt keine Rolle, denn die Auswirkung bleibt immer die Selbe: es trifft auch die Unschuldigen.</p>
<p>Denn trotz aller Schlagzeilen über Ehrenmord und <a href="http://erik.range-it.de/2006/01/14/muslime-sind-doof/">Eignungstests für Einwanderer</a> sind gerade in Europa die wenigsten Islamisten adrenalinbetriebene Prügelmaschinen. In diesem Falle nämlich stehen sich Massenmedien und Muslime-Mob in Nichts nach. Auf der einen Seite wird sich über eine Karikatur viel zu sehr aufgebauscht und hochgeschaukelt &#8211; und auf der anderen Seite schaukeln die Medien kräftig mit. Denn wenn ich dem Fernsehen und der Zeitung Glauben schenken darf, dann muss ich &#8211; in einem überwiegend muslimischen Viertel wohnend &#8211; jederzeit damit rechnen, auf der Straße von gewaltbereiten Türken gemeuchelt zu werden. Stattdessen auch im Döner-Stammladen an der Ecke lediglich Kopfschütteln. Irgendwo Verständnis für die Ursache, ganz klar &#8211; aber niemals für die Methoden.</p>
<p>Interessant dazu vielleicht auch die verschiedenen Sichtweisen auf die Situation an sich. So bezieht sich <a href="http://www.spiegel.de">Spiegel Online</a> vor allem auf die Kontroverse zwischen <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,398418,00.html">demokratischer Öffentlichkeit und totalitärer Gesinnung</a>. Auf der anderen Seite beklagt <a href="http://www.islam.de">islam.de</a> vor allem <a href="http://www.islam.de/4665.php">die Zukunft eines womöglichen Dialoges</a> zwischen den Religionen, insbesondere mit dem Islam auf der Grundlage von Vorurteilen.</p>
<p>Letzten Endes doch nur wieder ein weiteres Kapitel der unsichtbaren Grenze in unser aller Köpfe. Und schuld sind &#8211; egal von welcher Seite aus man es betrachtet &#8211; die &#8220;Anderen&#8221;.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Kasse machen mit Verzweiflung</title>
		<link>http://opensourcedbrain.de/2006/02/03/kasse-machen-mit-verzweiflung/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2006 18:33:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik Range</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsmache]]></category>

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		<description><![CDATA[Direkt anknüpfend zum Spam-Bericht und auch sinngemäß zum dortigen Schlusswort passend, trudelte soeben eine ungewollte Werbemail an, bei deren Inhalt ich echt nicht weiss, ob ich lachen oder darüber weinen soll. So heisst es dort zum Beispiel: Haben Sie am Monatsanfang wieder mal kein Geld? Schulden Sie anderen Geld und können es einfach nicht zurückzahlen? ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Direkt anknüpfend zum Spam-Bericht und auch sinngemäß zum dortigen Schlusswort passend, trudelte soeben eine ungewollte Werbemail an, bei deren Inhalt ich echt nicht weiss, ob ich lachen oder darüber weinen soll.<br />
<span id="more-77"></span><br />
So heisst es dort zum Beispiel:</p>
<blockquote><p>Haben Sie am Monatsanfang wieder mal kein Geld? Schulden Sie anderen Geld und können es einfach nicht zurückzahlen?</p>
<p>Werden Sie endlich Ihre Schulden los und werden Sie wieder finanziell unabhängig! Sie haben Probleme eine Kreditkarte oder einen Kredit zu bekommen?</p>
<p>Wir zeigen Ihnen, wie Sie in acht Wochen wieder Schuldenfrei werden!!</p>
<p>Bestellen Sie das Buch &#8220;Endlich wieder Schuldenfrei&#8221; **</p>
<p>Statt <strike>199Ã¢â€šÂ¬*</strike> nur noch 89Ã¢â€šÂ¬</p>
</blockquote>
<p>Na aber hallo! Nur noch 89 Euro für ein Buch, mit dem man endlich seine Schulden loswerden kann? Gerade in diesen schwierigen Tagen dürfen sich tausende von Deutschen freuen, die kaum genug ihr Eigen nennen, um sich täglich eine warme Mahlzeit zu gönnen. Aber wem noch fünfzig Cent für ein Brot in der lokalen Backstube fehlen, der wird sicher ohne Maßen dankbar sein für diese wahrhaft selbstlose und ungemein großzügig bemessene Preisminderung. Weiter unten ist noch in kleinen Lettern zu lesen:</p>
<blockquote><p>(*ähnlich gute Bücher kosten bis zu 199Ã¢â€šÂ¬)</p></blockquote>
<p>Interessant an dieser Aussage ist, dass sie &#8211; natürlich &#8211; schlicht und einfach komplett unwahr ist. Denn sucht man beispielsweise bei <a href="http://www.amazon.de">Amazon</a> nach dem Begriff <i>&#8220;schuldenfrei&#8221;</i>, so wird das teuerste Buch dort mit 25,51 Euro gelistet, das günstigste hingegen mit gerade mal schlappe <b>0,99 Euro</b>.</p>
<p>Soweit, so gut. Aber die Abzocke ist hier noch nicht beendet. Denn wer womöglich erwartet, für die 89 Piepen zumindest eine Hardcover-Ausgabe in gebundenem Schweinsleder mit großflächigen Illustrationen und Erfahrungswerten der Fachwelt in den Händen zu halten, der wird hier nicht nur enttäuscht, sondern schlichtweg vorn und hinten beschissen. Denn:</p>
<blockquote><p>(**Das Buch ist ein elektronisches Buch zum downloaden)</p></blockquote>
<p>Für <strike>199 EUR</strike> 89 EUR erhält man also ein PDF zum Runterladen? Da fehlen einem, ehrlich gesagt, nicht nur die Worte, sondern man wird regelrecht aggressiv. Was erwartet den verarmten Leser bei Lektüre eines möchtegern-eBooks, bei dem man wahrscheinlich 10 EUR pro Seite zahlt? Nicht weiter verwundern würde mich der Satz <i>&#8220;Werden Sie schuldenfrei, indem Sie in Zukunft kein Geld mehr für so einen Müll aus dem Fenster schmeissen!&#8221;</i>.</p>
<blockquote><p>Mit Schuldenfreien Grüßen</p>
<p>Markus Müller<br />Endlich wieder Schuldenfrei Ltd.<br />St. Gallen</p></blockquote>
<p>Und St. Gallen kommt mir hoch, wenn man bedenkt, dass manche Leute tatsächlich mit solchen Methoden Kasse machen. Welche Auswirkungen das wiederum auf Situation und Zukunft der Betroffenen hat, die eh schon zu wenig zum Leben haben, das wird hier grosszügig ignoriert und das Wohl Anderer mit Füßen zertreten.</p>
<p>Manchmal wünschte ich, die Katholiken haben recht und es gibt eine Hölle.</p>
<div class=edit>Die Chance ist zwar auf Grund der minimalen Leserschaft gering, aber vielleicht fühlt sich ja jemand befleissigt, Herrn Markus Müller eine entsprechende Meinung per Mail zu schreiben. Die eMail hierbei ist <a href="keineschulden@mail.ru?subject=Arschgesicht">keineschulden@mail.ru</a>. Wenn Herr &#8220;Müller&#8221; seine Bestellungen in Zukunft noch entgegen nehmen möchte, wird er diese (höchstwahrscheinlich Fake-)Mail-Adresse jedenfalls nicht so schnell aufgeben.</div>
<p>Technorati Tags: <a href="http://technorati.com/tag/schulden" rel="tag">schulden</a> <a href="http://technorati.com/tag/schuldenfrei" rel="tag">schuldenfrei</a> <a href="http://technorati.com/tag/spam" rel="tag">spam</a></p>
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		<title>Muslime sind doof!</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2006 02:50:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik Range</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsmache]]></category>

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		<description><![CDATA[Provokante Überschrift? Ach was! So hat es sich nämlich bestimmt das Stuttgarter Innenministerium gedacht, als dort der sogenannte Gesprächsleitfaden zwecks Beantragung eines Deutschen Passes eingeführt wurde. Man ging dort scheinbar davon aus, dass die Fähigkeit, Texte sinngemäß lesen und interpretieren zu können, nicht zwingend einhergeht mit einem IQ, der größer ist als der einer Fruchtfliege. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Provokante Überschrift? Ach was! So hat es sich nämlich bestimmt das Stuttgarter Innenministerium gedacht, als dort der sogenannte <a href="http://www.taz.de/pt/2006/01/04/a0154.1/text" target="_blank">Gesprächsleitfaden</a> zwecks Beantragung eines Deutschen Passes eingeführt wurde. Man ging dort scheinbar davon aus, dass die Fähigkeit, Texte sinngemäß lesen und interpretieren zu können, nicht zwingend einhergeht mit einem IQ, der größer ist als der einer Fruchtfliege. Aber picken wir uns doch mal gemeinsam einige Fragen heraus und ersinnen wir dazu entsprechend intellektuelle Antworten.<br />
<span id="more-9"></span></p>
<blockquote><p><b>Wie stehen Sie zu der Aussage, dass die Frau ihrem Ehemann gehorchen soll und dass dieser sie schlagen darf, wenn sie ihm nicht gehorsam ist?</b><br />
<i>Meiner Meinung nach eine bodenlose Unverschämtheit! Es ist nicht richtig, liebevoll angediehene Prügelstrafen derart einzuschränken, dass diese nur für den Fall des Ungehorsams gelten.</i></p>
<p><b>Halten Sie es für zulässig, dass ein Mann seine Frau oder seine Tochter zu Hause einschließt, um zu verhindern, dass sie ihm in der Öffentlichkeit &#8220;Schande macht&#8221;?</b><br />
<i>Nein. Da wir mit zehn Onkels und sieben Cousins in einem 10mÃ‚Â² Wohncontainer hausen und der Platz bereits jetzt schon zu knapp ist, würde ich beide lebendig im Nachbarswäldchen vergraben und unseren Pittbull darauf urinieren lassen.</i></p>
<p><b>Welche Berufe sollte Ihrer Meinung nach eine Frau auf keinen Fall ausüben? Hätten Sie bei bestimmten Berufen Schwierigkeiten, eine Frau als Autoritätsperson anzuerkennen?</b><br />
<i>Ja, als Inhaber und alleiniger Eigentümer von einem (Juwelierladen/Handyladen/Puff/Kiosk) hätte ich in der Tat Probleme, eine Frau als Autoritätsperson anzuerkennen.</i></p>
<p><b>Was halten Sie davon, dass Eltern ihre Kinder zwangsweise verheiraten? Glauben Sie, dass solche Ehen mit der Menschenwürde vereinbar sind?</b><br />
<i>Menschen-was?</i></p>
<p><b>Ihre volljährige Tochter/Ihre Frau möchte sich gerne so kleiden wie andere deutsche Mädchen und Frauen auch. Würden Sie versuchen, das zu verhindern? Wenn ja: Mit welchen Mitteln?</b><br />
<i>Nein, definitiv nicht. Es gibt auch andere deutsche Mädchen/Frauen, die gerne Kartoffelsäcke auftragen.</i></p>
<p><b>In der Zeitung wird manchmal über Fälle berichtet, in denen Töchter oder Ehefrauen von männlichen Familienangehörigen wegen &#8220;unsittlichen Lebenswandels&#8221; getötet wurden, um die Familienehre wieder herzustellen. Wie stehen Sie zu einer solchen Tat?</b><br />
<i>So etwas kann ich nicht gutheissen. Die Zeitungen und Nachrichten handeln sowieso nur noch von Gewalt, Mord und Totschlag. Da finde ich es wirklich einfach ein Unding, über solche Fälle zu berichten.</i></p>
<p><b>Was halten Sie davon, wenn ein Mann in Deutschland mit zwei Frauen gleichzeitig verheiratet ist?</b><br />
<i>Traumhaft, wenn alle damit einverstanden sind! Täte sicher auch der Geburtenrate ganz gut.</i></p>
<p><b>Manche Leute machen die Juden für alles Böse in der Welt verantwortlich und behaupten sogar, sie steckten hinter den Anschlägen vom 11. September 2001 in New York? Was halten Sie von solchen Behauptungen?</b><br />
<i>Daran sind nur die Juden schuld! Ist George W. eigentlich Jude?</i></p>
<p><b>Ihre Tochter bewirbt sich um eine Stelle in Deutschland. Sie bekommt jedoch ein ablehnendes Schreiben. Später erfahren Sie, dass eine Schwarzafrikanerin aus Somalia die Stelle bekommen hat. Wie verhalten Sie sich?</b><br />
<i>Ich male meine Tochter schwarz an und besorge ihr erstmal einen Wohnsitz in Somalia.</i></p>
<p><b>Ihre Tochter/Schwester kommt nach Hause und erzählt, sie sei sexuell belästigt worden. Was tun Sie als Vater/Mutter/Bruder/Schwester?</b><br />
<i>Ich dementiere diese Anschuldigungen ganz entschieden!</i>
</p>
</blockquote>
<p>Mal ganz ehrlich. Wie ernst kann man solche Fragen nehmen? Und wer &#8211; gesetzt den Fall, man besitzt mehr als drei einigermaßen funktionierende Gehirnzellen &#8211; würde denn als Antwort schreiben: <i>&#8220;Wus? Aishe is ungehöbelt? GÖKAN, HOL KNARRE!&#8221;</i> ..? Da fragt man sich doch, was die inventionierenden Damen und Herren des Fragebogens sich dabei gedacht haben.</p>
<p>Trotzdem wäre ich natürlich auch unbedingt an einer Auswertung der abgelieferten Fragebögen interessiert. Vielleicht eine Art &#8220;Best Of&#8221;-Zusammenfassung, erschienen im rororo-Verlag. ;-)</p>
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		<title>Niveauwüste im Privat-TV</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2006 21:39:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik Range</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Film & Fernsehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass die Fernsehwelt an sich immer dröger, eintöniger und deprimierender wird, das wissen wir spätestens seit Einführung der sogenannten &#8220;Reality-Formate&#8221;. Vom Häusle-Bauer über die Groß-Familie bis hin zum heiratswilligen Bauern wurde hier bereits alles verramscht, was den augenscheinlich Pilze konsumierenden Idee-Redakteuren der privaten Sender zwischen Sitzungsbeginn und Abwischvorgang aus Versehen zwischen die Stirnlappen geraten ist. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass die Fernsehwelt an sich immer dröger, eintöniger und deprimierender wird, das wissen wir spätestens seit Einführung der sogenannten &#8220;Reality-Formate&#8221;. Vom Häusle-Bauer über die Groß-Familie bis hin zum heiratswilligen Bauern wurde hier bereits alles verramscht, was den augenscheinlich Pilze konsumierenden Idee-Redakteuren der privaten Sender zwischen Sitzungsbeginn und Abwischvorgang aus Versehen zwischen die Stirnlappen geraten ist.<br />
<span id="more-7"></span><br />
Aber aufgehorcht &#8211; im Wettbewerb der niveaulosen Volksverdummung scheint noch immer ein Quentchen Platz zu sein auf der nach unten offenen Skala der Geschmacklosigkeit. <i>&#8220;Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit&#8221;</i> lautet da wohl die derzeitige Retro-Offensive der Sendemogule. Was aber beim <a href="http://www.das-vierte.de" target="_blank">Vierten</a> noch kultig mit <a href="http://www.das-vierte.de/content/programm/detail/?zid=6&#038;id=-1" target="_blank">Knight Rider</a>, <a href="http://www.das-vierte.de/content/programm/detail/?zid=1&#038;id=-1" target="_blank">Magnum</a>, <a href="http://www.das-vierte.de/content/programm/detail/?zid=19&#038;id=-1" target="_blank">Airwolf</a> und anderen Flimmer-Freunden der Kinderstube wiederbelebt wurde, artet bei diversen anderen Sendern in Peinlichkeiten aus.</p>
<p>Gemeint sind &#8211; nach kleingeistigen Abklatsch-Retorten wie <a href="http://www.kabeleins.de/serien_shows/best_of_formel_eins" target="_blank">Best of Formel Eins</a> &#8211; die sogenannten &#8220;Clip-Shows&#8221;, eine Armee von Hybriden ausgelutschter 80er/90er-Formate wie Pleiten, Pech &#038; Pannen oder <a href="http://www.geocities.com/TelevisionCity/Set/5571/bitte_laecheln/" target="_blank">Bitte Lächeln!</a>. Ein Massen-Aufguss dessen, was schon bei <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/TV_total" target="_blank">TV Total</a> in großen Prozentzahlen zu Ermüdungserscheinungen führt, wenn Freund Stefan sich bemüht, die Sendezeit durch das mühselige Auseinanderzerren öder Clip-Zoten zu füllen.</p>
<p>Wurden wenigstens auf dem SitCom-Sender <a href="http://www.kabeleins.de" target="_blank">Kabel Eins</a> ebenfalls einige Archiv-Perlen wie <a href="http://www.kabeleins.de/serien_shows/schrecklich_nette_familie/" target="_blank">Eine Schrecklich Nette Familie</a> oder auch Weltraum-Flokati <a href="http://www.kabeleins.de/serien_shows/alf/" target="_blank">ALF</a> re-animiert, scheint der Retro-Wahnsinn allerdings gerade in Hinsicht der Kurzclips bedrohliche Ausmaße anzunehmen. Kurz zusammengefasst sieht die neue &#8220;Trendwelle&#8221; dann so aus:</p>
<p>Kabel Eins schickt mit <a href="http://www.kabeleins.de/serien_shows/clipcharts/" target="_blank">ClipCharts</a> einen virtuellen, weil komplett 3D-animierten, Moderator in&#8217;s Rennen. Über die Qualität der Animationen mag man sich streiten, die Moderation selbst wirkt mehr, als hätten Schlipsträger mit rektaler Stock-Intrudation versucht, die Texte auf die hippen Kids der 90er Jahre zu trimmen. <i>&#8220;Coole Sprüche, heisse Clips, megaaffengeile Äktschen total!&#8221;</i> &#8211; was damals schon schlecht war, wird heute leider auch nicht besser. Der Name des Moderators &#8211; &#8220;Eddi Cool&#8221; &#8211; dürfte bereits alles ausdrücken, was es zu sagen gäbe. Das sogenannte Konzept der Sendung: mehr oder minder aktuelle Werbeclips, mehr oder minder aktuelle Homevideos, garniert mit einer Prise alter Internetclips.</p>
<p>Bei Niveaukrücke <a href="http://www.rtl2.de" target="_blank">RTL2</a> hat man sich scheinbar nicht einmal die halbe Mühe gemacht. Der Titel <a href="http://www.rtl2.de/209_6080.php?suche=Bitte%20lachen!" target="_blank">Bitte Lachen!</a> erinnert stark an ein &#8211; aus gutem Grunde &#8211; bereits vor acht Jahren eingestelltes Format (s.o.). Die Moderation wird hier übernommen von.. ja, von wem eigentlich? Irgendein weibliches Gesicht in oder aus der Menge, das man kurz nach der Sendung wieder vergessen hat. Wahrscheinlich verwandt mit irgendwem beim Sender. Erwähnenswert aber durchaus ihre Fähigkeit, mit ihren zwanghaft traurigen Kalauern jegliche Lebenslust des Zuschauers bereits im Keim zu ersticken. Esprit und Charme eines durchgesessenen Furzkissens. Das Konzept der Sendung besteht übrigens aus mehr oder minder aktuellen Werbeclips, mehr oder minder aktuellen Homevideos, garniert mit einer Prise alter Internetclips.</p>
<p>Auch Papa <a href="http://www.rtl.de" target="_blank">RTL</a> verzichtet natürlich nicht auf einen weiteren, öden Programmblock, um die Sendezeit irgendwie rumzuprügeln. Nebst dutzenden Gerichtsshows und selbstproduzierten Einschlafhilfen, findet sich nun auch hier eine Clipshow im Programm. Der Name: &#8220;<a href="http://www.rtl.de/tv/tv_909079.php" target="_blank">Upps &#8211; die Superpannenshow</a>&#8220;. Hier wird geklotzt statt gekleckert: direkt zwei Moderatoren führen durch die Sendung, deren Namen sogar auf der Webseite genannt werden &#8211; die aber trotzdem niemand kennt. Der große Vorteil der RTL-Version ist allerdings, dass sie nur wöchentlich ausgestrahlt wird. Danke dafür. Aber auch hier möchte ich das fantastisch innovative Konzept der Sendung nicht vorenthalten: mehr oder minder aktuelle Werbeclips, mehr oder minder aktuelle Homevideos, garniert mit einer Prise alter Internetclips. Na, wenn das mal Nichts ist.</p>
<p>Gibt es eigentlich jemanden da draussen, der es lustig findet, wenn &#8220;Tante Erna&#8221; aus der Hängematte fällt? Oder jemanden, der den zehnten &#8220;Tante Erna fällt aus der Hängematte&#8221;-Spot hintereinander dann irgendwie lustiger findet, als die vorherigen neun? Gibt es überhaupt jemanden, der diesen Schund freiwillig einschaltet und sich durch die dreissig Minuten Sendezeit quält, ausser, um danach irgendeine SitCom zu sehen oder darüber zu schreiben? Privatsender, Quo Vadis?</p>
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		<title>Alltag.</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2005 00:59:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik Range</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Gedanken]]></category>

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		<description><![CDATA[Ellenbogenpolitik in der Fussgängerzone. Genervte Gesichter, die ebenso grau wirken wie der Himmel in dieser derzeit eher schäbig und trist anmutenden Jahreszeit. Desillusionierte Hausfrauen, welche sich an Kassen &#8220;unscheinbar&#8221; vorzudrängeln versuchen. Selbige Hausfrauen, die einen &#8211; verhindert man das Vordrängeln erfolgreich &#8211; aus ledergegerbten, giftigen Augen ansehen, als hätte man soeben ihr Erstgeborenes gefressen. Die ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ellenbogenpolitik in der Fussgängerzone. Genervte Gesichter, die ebenso grau wirken wie der Himmel in dieser derzeit eher schäbig und trist anmutenden Jahreszeit. Desillusionierte Hausfrauen, welche sich an Kassen &#8220;unscheinbar&#8221; vorzudrängeln versuchen. Selbige Hausfrauen, die einen &#8211; verhindert man das Vordrängeln erfolgreich &#8211; aus ledergegerbten, giftigen Augen ansehen, als hätte man soeben ihr Erstgeborenes gefressen. Die Aussicht darauf, dass da &#8220;gar nichts mehr&#8221; kommt. Der Rückblick darauf, was alles gewesen ist und so nie wieder zurückkehrt. Die frustrierende Erkenntnis, dass jedes Jahr mit jedem Jahr schneller verstreicht.<br />
<span id="more-3"></span><br />
Als Kinder wollten wir immer Pilot werden. Schaffner. Geheimagent. Prinzessin. König. Fussballspieler. Millionär. Schauspielerin. Haben von exotischen Welten geträumt, von ewigen Sommern und weissen Wintern, beides begleitet von endlosen Landschaften zum Erkunden und Toben. Ein Busch war damals kein Busch, sondern womöglich der Eingang in eine andere Welt. Eine Zauberwelt, wo einfach alles möglich ist. Wir haben davon geträumt, fliegen zu können. Haben uns alles ausgemalt wie in einem Bilderbuch.</p>
<p>Aber die Bilder sind verblasst, die Träume sind geträumt. Der Busch ist nur noch irgendein Grünzeug. Im Sommer ist er noch immer grün, aber jetzt irgendwie viel unscheinbarer. Im Winter nur noch ein einfacher, kahler Strauch. Die Magie ist fort. Tot. Nur noch eine seidene Erinnerung, wenn nicht schon ganz vergessen. Jugendfreunde, die früher auf Entdeckungsreisen gehen wollten &#8211; &#8220;Wenn ich mal groß bin&#8221; &#8211; haben inzwischen geheiratet, womöglich Kinder und einen Job als Beamte. Hat man früher über die Welt sinniert und sich in den Schulstunden Zettelchen hin- und hergeschoben, wo man über Mädchen tuschelte, so redet man heute von Bausparen und Vorsorge. Vor allem Sparen und Vorsorge. Dann können wir nämlich unser Leben ab 60 so richtig genießen. Da haben wir dann ja endlich Sicherheit. Aber mit Sicherheit kein Leben mehr.</p>
<p>Manchmal glaube ich, ich bin nie richtig erwachsen geworden. Ein kleines Kind in einem großen Körper.</p>
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		<title>Die neu.de wollen, dass was passiert!</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2005 22:55:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik Range</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[WerbeWelt]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Na, wo habt ihr euch denn kennengelernt?&#8221; tönt es heiter bis wolllustig aus den integrierten Billigboxen des heimischen Sony-Televisions-Gerätes. Die Antwort, wie konnte ich nur je daran zweifeln, ist scheinbar ebenso simpel wie sie offensichtlich ist: Natürlich bei neu.de. Natürlich. Wo auch sonst? Wer braucht schon sozialfördernde Konsumtempel mit notorischer Zwangsbeschallung oder womöglich ein knospendes ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Na, wo habt ihr euch denn kennengelernt?&#8221; tönt es heiter bis wolllustig aus den integrierten Billigboxen des heimischen Sony-Televisions-Gerätes. Die Antwort, wie konnte ich nur je daran zweifeln, ist scheinbar ebenso simpel wie sie offensichtlich ist: Natürlich bei <a href="http://www.neu.de" target="_blank">neu.de</a>. Natürlich. Wo auch sonst? Wer braucht schon sozialfördernde Konsumtempel mit notorischer Zwangsbeschallung oder womöglich ein knospendes Zwiegespräch gleichgesinnt Fühlender? Vor allem, wenn man doch stattdessen die absolut wünschenswerte Alternative hat, isoliert im trauten Stelldichein des abendlichen Kathoden-Strahlers dem Dauerbeschuss wahlweise hormonell Gestörter oder einfach nur verzweifelter Individuuen ausgesetzt zu sein?<br />
<span id="more-2"></span><br />
Grübelnd sitze ich vor der Mattscheibe und wundere mich. Früher, ja, früher waren Balzrituale darauf ausgelegt, schüchtern und verklemmt Respekt vor dem weiblichen Geschlecht zu haben und in unsägliches Stottern auszubrechen. Da stieg einem das Blut noch in den Kopf, statt sofort in primären Geschlechtsorganen Ballungszentren zu bilden. Aber genug vom sentimentalen Geschwafel. Das Augenmerk gilt an dieser Stelle vor allem der bereits eingangs genannten, konglomeraten Partnerbörse. Denn nachdem sich dort zahlreiche Pärchen so selbstverständlich nicht nur kennen- sondern augenscheinlich auch für ein Krümelchen vom Werbebudget-Kuchen liebengelernt haben, da erhascht das geschulte Auge noch einen Blick auf die wohl größte Massenbewegung seit den frühen &#8217;40ern. Denn, so prangt es in deutlichen Lettern dort, man verfüge ja über &#8220;täglich 5.000 neue Mitglieder&#8221;. Fünftausend. Täglich. Das sind 35.000 die Woche, im Schnitt 150.000 im Monat.</p>
<p>Weiter heisst es auf der Webseite: 3,1 Millionen Mitglieder seit dem 01.01.2003. Wir schreiben nun fast den 01.01.2006, gerundet existiert der Service nun also drei Jahre, sprich 1095 Tage. Im Schnitt ergäbe dies durchaus beneidenswerte 2831 Mitglieder pro Tag. Wobei mich bei näherem Hinsehen doch schon ein wenig wundert, dass von 3.100.000 Mitgliedern lediglich 7.000 zur Zeit online sind. Traurige 0,2%. Da muss noch jemand kräftig an der Usability-Schraube drehen. Aber kein Problem &#8211; da der männliche Anteil der Mitglieder scheinbar freiwillig jeden Monat gerne stattliche Beträge hinlatzt für Dienste, die es anderswo im Netz zuhauf kostenlos gibt, kann man die Gewinne ja entsprechenden Kanälen zukommen lassen.</p>
<p>Aber rechnen wir vorerst noch ein bisschen. In der Schule verhasst, merkt man doch jetzt erst, wieviel Spaß man hätte haben können, würden dröge Lehrbücher nicht mit eingestaubten Beispielen und die meisten Schulen nicht selten mit menschlichen Gegenstücken in Form von Lehrkörpern aufwarten. Also behaupten wir der Einfachheit halber mal mehr oder weniger optimistisch, Deutschland habe 80 Millionen Einwohner &#8211; abzüglich der vorhandenen und ebenfalls gerundeten 3 Millionen Mitglieder fehlen neu.de also noch 77 Millionen Mitglieder. Dank der überzeugenden Werbespots und -plakate wollen natürlich sämtliche Säuglinge, Kleinkinder, Rentenempfänger bis hin zu allen Senioren des Landes alle mit dabei sein. Und jeden Tag melden sich 5.000 neue Frischfleischeinheiten an. Also blieben noch 15.400 Tage oder 42 Jahre, bis sich ganz Deutschland erfolgreich eingefunden hat. Wahrscheinlich dreissig, entsprechend der sich wohl potentiell steigernden Zuwachsrate, bedenkt man obige Berechnungen der bisherigen Anmeldetendenz.</p>
<p>Jetzt ist natürlich die Frage, wie man in diesem Falle weiter vorgehen sollte bzw. wie sich die Dinge entwickeln werden. Selbstredend wird die Zuwachsrate sinken, der nationale Markt wird abgegrast sein, der Pegel geht auf Grund der natürlichen Nachfragebegrenzung bzw. Marktsättigung irgendwann auf eine Null hinunter. Und dann? Ein &#8220;Mit 0 Mitgliedern täglich&#8221; wäre nicht nötig, da es keine Zielgruppe mehr für die Werbung gäbe. Eine neue Plattform? Ein neues Leben? Neues Glück? Klar, bei neu.de&#8230; aber soweit wird es natürlich nie kommen, denn spätestens bei einer Marktmonopolisierung der Single-Flirt-Seiten wird sich selbstredend Vater Staat in diese wirklich dringende Angelegenheit einschalten müssen. Und wer weiss? Vielleicht ist für Frau Merkel ja auch ein neues Liebesglück am Start? Besser noch gleich anmelden. Stille Wasser sind ja bekanntlich tief und schmutzig.</p>
<p><span class=edit><b>Nachtrag, 13|12|05.</b> Scheinbar arbeitet man vor Ort bereits an einer Lösung, um der völligen Markterschöpfung anno 2045 bereits vorzugreifen. <a href="http://openpr.de/images/upload/42111_g.gif" target="_blank" class="lightbox" >Des Rätsels Lösung kann so einfach sein</a>.</span></p>
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