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	<title>Open Sourced Brain. &#187; Fingerzeig</title>
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	<description>Second Hand Gedankengut</description>
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		<title>Zebensleichen</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Mar 2010 23:57:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik Range</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Fingerzeig]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Vernetzt]]></category>

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		<description><![CDATA[In letzter Zeit mache ich mir ein wenig Gedanken. Das ist jetzt generell nicht ganz so neu, aber das Thema diesmal ist das inzwischen selbst in allen Chefetagen angekommene &#8220;Web 2.0&#8243;. So sinniert man über die Informationsflut, welche damit einhergeht &#8211; und vor allem über die verwasweissichwievielfachte Datenmenge, die nun täglich dank Twitter, facebook, Blogs ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In letzter Zeit mache ich mir ein wenig Gedanken. Das ist jetzt generell nicht ganz so neu, aber das Thema diesmal ist das inzwischen selbst in allen Chefetagen angekommene &#8220;Web 2.0&#8243;. So sinniert man über die Informationsflut, welche damit einhergeht &#8211; und vor allem über die verwasweissichwievielfachte Datenmenge, die nun täglich dank Twitter, facebook, Blogs &amp; Co durch die Leitungen glüht.</p>
<p>Noch vor nicht allzulanger Zeit haben Herr Hinz und Frau Kunz gerade mal ihre mit Frontpage 2000 designte Pseudo-Homepage über Haus und Hund bei geocities gehostet &#8211; und schwupps, kaum schaut man mal nicht hin, schwafelt jeder drittletzte Vollpfosten bei Dutzenden von &#8220;Social Networking Plattformen&#8221; im Minutentakt überflüssigen und absolut irrelevanten Information Overflow quer durch seine Live Feeds.<span id="more-250"></span></p>
<p>Man darf mich nicht falsch verstehen &#8211; ich bin ebenso angetan von der Möglichkeit, schnell und einfach per Sozialplattform mit Familie, Geschäftspartnern, allerlei Bekannten und Freunden zehnten Grades &#8220;connected&#8221; zu sein. Trotz aller Farm- und Mafiaspiele, ausgewürfelten Glückszahlen, Spammails, Werbekommentaren, egozentrischen Dauerpostern und -einladern hält man auf diese Weise viel einfacher Kontakt mit Menschen, die man sonst leider viel zu selten sehen/sprechen würde. Weltweit. Ganz einfach per Mausklick. Abgesehen vom ewig währenden Datenschutz-Disput brechen diese Plattformen Länder- und Kommunikationsbarrieren und schaffen das, wozu die Politik bislang nie in der Lage war: sie bringen Menschen zusammen. Eine tolle Sache.</p>
<h4>Aber&#8230;</h4>
<p>&#8230;was ich an dem ganzen Hype nicht verstehe, ist Folgendes. Ich tu&#8217; mich nun schon seit bereits drei Jahren schwer damit, wieder einen Einstieg zum Bloggen zu finden. Worüber schreiben? Welches Thema ist spannend genug? Was interessiert den werten Leser? Was wäre mal wieder ein richtiger Knaller, um mit Pauken und Trompeten weiterzuschreiben? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Nichts! &#8212; Nichts, was nicht schon tausendfach geschrieben, gemeint, geäußert, gebloggt, getwittert wurde. Wahlweise aktuelle Themen aufgreifen, die schon anderswo zur Genüge abgehandelt wurden, oder sich mal wieder hinsetzen und ein paar eigene Gedanken machen &#8211; und hoffen, dass es jemanden interessiert. Und genau an diesem Punkt, so behaupte ich strotzend vor Arroganz und Hochmut, trennt sich die Spreu vom Weizen.</p>
<p>Was sich derzeit an <span style="text-decoration: line-through;">Meinungen</span> Müll durch all die modernen Massenmedien schlängelt, was für ein Aufkommen an wirklich übflüssigem Datenrotz da über die Deiche bricht, das ist &#8211; zumindest, was mich betrifft &#8211; schier unbegreiflich. Nehmen wir den sogenannten facebook Live Feed &#8211; das ist jener, der auf der Startseite anzeigt, was all &#8220;Freunde&#8221; gerade so treiben. Da schreiben Leute, dass sie gerade ein Stück Käse essen. Jemand posted ein Bild von einem braunen Karton. Ein anderer schreibt stets nur <em>&#8220;Guten Morgen&#8221;</em> und <em>&#8220;Ich bin müde&#8221;</em>, begeistert von der Anhängerschaft mit zahlreichen <em>&#8220;Ich aber auch&#8221;</em>s kommentiert. Wieder ein anderer informiert uns darüber, dass er gerade vor dem Klo auf seine Mutter wartet. Bei aller Liebe &#8211; wo soll das enden? Von all dem gehaltlosen Mist, der über Twitter insgesamt so hereinbricht, mal zu schweigen.</p>
<h4>RT ιƒ уσυ ℓσνє тωιттєя <strong>♥</strong></h4>
<p>Ist das nun die neue Generation des Kommunizierens? Belanglosigkeiten in die Welt spammen &#8211; und mit einer großen Textblase voller Nichts großen Jubel und Glorie ernten? Dienen all die super Sozialisierungs-Seiten letzten Endes denn nur dazu, &#8220;Hallo hier bin ich&#8221; zu schreien, um in einer schnelllebigen Welt den Kontakt nicht gänzlich zu verlieren? Aber welchen Wert hat das Ganze dann? Kein gedanklicher Austausch, keine Substanz &#8211; nur sinnentleertes Geschwafel und/oder Werbung in eigener Sache. Hätte ein <a href="http://www.dalebasler.com/wp-content/uploads/2008/04/physicsbook_full.jpg" class="lightbox" >Albert Einstein</a> die Relativitätstheorie erfunden, wenn er &#8220;mit seinem iPhone Pics über die App auf fb geuppt&#8221; hätte? Würde Shakespeare twittern? Und wenn ja: <a href="http://twitter.com/shakespearesays">wie sähe das aus</a>?</p>
<p>Scheint nicht irgendwie vor lauter Kommunikation die eigentliche Kommunikation verloren gegangen zu sein?</p>
<h4>Roter Faden: Reloaded</h4>
<p>Was ich nun zusammenfassend eigentlich loswerden wollte: bei all der Überthematisierung allen Ortes in Stichworten, Abkürzungen und Snippets fällt es bisweilen doch schon schwer, etwas zu finden, worüber sich schreiben lässt. Aber ist das Ganze dann noch der Ausführung wert? Oder hätte ich den ganzen Artikel doch eher twittern sollen?</p>
<p>In diesem Sinne auf ein Neues:<img class="alignright size-full wp-image-269" title="twitter" src="http://opensourcedbrain.de/wp-content/uploads/3.png" alt="" width="128" height="128" /></p>
<blockquote><p>&#8220;<strong>Nach 3 Jahren endlich die Reanimation von OSB! Mit echten Texten statt Snippets! o_O .. Da steckt viel ♥ drin! Cya, #gronkh</strong>&#8220;<br />
(17 chars left.)</p></blockquote>
<p>PS: Ich bitte um etwas Nachsicht, was den Gedankenfluss angeht. Zwischendurch wollte ich in verschiedene Richtungen gehen, schweiften die Gedanken doch wieder in diverse Richtungen &#8211; von wandelnden Rechtschreibkatastrophen bis hin zu Abhandlungen über Foren, Zeitmangel und Usenet. Was das Bloggen angeht, bin ich wohl etwas eingerostet &#8211; aber mit ein bisschen Glück wird das wieder. Zum Glück liest hier momentan wahrscheinlich sowieso noch niemand mit. ;)</p>
<p>PPS: Schön, dass ich <a href="http://www.argh.de/archives/2715/">nicht der Einzige</a> bin, dem die Massenvermedialung so auffällt.</p>
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		<title>Deutscher Nationalstolz</title>
		<link>http://opensourcedbrain.de/2006/03/06/deutschland-nationalstolz/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Mar 2006 10:30:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik Range</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Fingerzeig]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsmache]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenige Themen haben in letzter Zeit das allgemein eher kühle, deutsche Gemüt so angestachelt wie die umstrittene &#8220;Du bist Deutschland&#8220;-Kampagne, welche derzeit massivst durch die meinungsbildenden Medien kursiert. Nebst Oppositionsbildungen und Vergleichen zum Nazi-Regime liefert man sich förmlich Schlammschlachten mit den Initiatoren. Dabei ist die Idee, welche sich hinter der Kampagne verbergen mag, nicht mal ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenige Themen haben in letzter Zeit das allgemein eher kühle, deutsche Gemüt so angestachelt wie die umstrittene &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Du_bist_Deutschland" rel="tag">Du bist Deutschland</a>&#8220;-Kampagne, welche derzeit massivst durch die meinungsbildenden Medien kursiert. Nebst <a href="http://www.wieder-deutschland.de/index.php">Oppositionsbildungen</a> und <a href="http://www.arbeiterfotografie.com/sozialraub/2005-11-25-du-bist-deutschland.html">Vergleichen zum Nazi-Regime</a> liefert man sich förmlich <a href="http://www.flickr.com/groups/dubistdeutschland/pool/">Schlammschlachten</a> mit den Initiatoren. Dabei ist die Idee, welche sich hinter der Kampagne verbergen mag, nicht mal unbedingt die Schlechteste. Denn &#8211; und das darf man als Deutscher ruhig zugeben &#8211; wir sind das einzige Land, welches sich schämt, das Wort &#8220;<a href="http://www.gegenstandpunkt.com/gs/01/2/stolz.htm" rel="tag">Nationalstolz</a>&#8221; überhaupt in den Mund zu nehmen. Wer auch nur daran denkt, lebt schon mit der Angst, ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nazi" rel="tag">Nazi</a> zu sein. Ausländerhasser, Antisemit, xenophober Paranoiker. Und was würden dann bloß die Nachbarn sagen?<br />
<span id="more-78"></span><br />
Vor vielen Jahren wusste einst mein Geschichtslehrer ein mir bis heute in deutlicher Erinnerung gebliebenes Fallbeispiel zu erzählen:</p>
<blockquote><p>Frage einen Amerikaner, was er ist.<br />
Er wird Dir sagen: &#8220;Ich bin Amerikaner!&#8221;</p>
<p>Frage einen Franzosen, was er ist.<br />
Er wird Dir sagen: &#8220;Ich bin Franzose!&#8221;</p>
<p>Frage einen Japaner, was er ist.<br />
Er wird Dir sagen: &#8220;Ich bin Japaner!&#8221;</p>
<p>Frage einen Deutschen, was er ist.<br />
Er wird Dir sagen: &#8220;Ich bin Postbote!&#8221;</p></blockquote>
<p>Traurig, aber wahr. Der Horizont des Durchschnittsdeutschen beschränkt sich auf Heim und Herd. Man definiert sich nicht über Land und Leute, sondern nur noch über sich selbst. Ein treusorgender Partner, ein trautes Heim, ein geregelter Job. Der persönliche Mikrokosmos als Ausdruck des Etwas-Wert-Seins, der eigenen Identifikation und einer Zugehörigkeit, die uns vor über einem halben Jahrhundert verloren ging. Einem Stolz, der uns damals gestohlen wurde, von &#8211; wie es so schön heisst &#8211; den Sünden unserer Vorväter. Sünden, deretwegen der Deutsche noch heute gebückt statt aufrecht durch die Lande schleicht.</p>
<p>Nicht, dass der persönliche Umkreis etwas Schlechtes wäre &#8211; ganz im Gegenteil &#8211; jedoch wäre es falsch, dort bereits die Grenzen zu ziehen. Sicher darf man stolz auf seine Leistungen sein, stolz auf seinen Beruf und stolz auf die Familie &#8211; aber was darüber hinaus? Muss ich als Deutscher ständig das Gefühl haben, mich rechtfertigen zu müssen, wenn ich meine Herkunft offenbare? Oder ist es rechtens, dass mich die Paranoia beschleicht, sobald ich ein &#8220;<a href="http://www.deutschland.de/" rel="tag">Deutschland</a>&#8220;-Shirt anziehe, welches womöglich noch in Nationalfarben koloriert ist? Während andere Völker für ihr Land leben, kämpfen und sterben, schämen wir uns nur für unseres &#8211; und das, obgleich die Scham an sich das wirklich Beschämende daran ist. Der Durchschnittsdeutsche lebt noch immer in einer ständigen, unterschwelligen und unterdrückten Angst, von international Zugezogenen bewertet zu werden. In unseren Köpfen diskriminieren wir uns selbst. Klar gibt es auch immer wieder jene Angehörige anderer Kulturen, welche den Deutschen an sich als Nazi zu kategorisieren wissen. Aber genau jene sind es, die sich ironischerweise durch eine solche Diffamierung selbst als ignorante <a href="http://mein-kummerkasten.de/9573/Bin-ich-ein-Rassist-.html" rel="tag">Rassist</a>en outen.</p>
<p>Was aber noch viel schlimmer ist als gegen solche heutzutage eher vermindert auftretenden Vorurteile zu kämpfen, das sind Deutsche, die stets mahnend &#8220;da vorne&#8221; stehen. Die jedwede Aussage mit dem Dritten Reich zu verknüpfen wissen, und die aus einer Großschreibung der Worte &#8220;Drittes&#8221; und &#8220;Reich&#8221; sofort eine Affinität zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsradikalismus" rel="tag">Rechtsradikalismus</a> beurkunden können. So wurden ob der Eingangs genannten Kampagne sofort wieder Stimmen laut, welche den Slogan &#8220;Du bist Deutschland&#8221; mit Nazi-Propaganda auf eine Stufe stellten, gab es doch unter Adolf einst eine ähnliche Parole. Sicher, die Motivation wird eine ähnliche sein &#8211; der Aufruf, sich mit seinem Land zu identifizieren. Dennoch werden hier ganz andere Ursachen und Bevölkerungsschichten angesprochen. Wir sind heute &#8211; über fünfzig Jahre später &#8211; ein multikulturelles Land. Ein Schmelztiegel der Hautfarben und Religionen. Tür an Tür, wo einst Grenzen auf der Landkarte sowie auch in Köpfen waren. Die Werbekampagne richtet sich nicht wie einst an die &#8220;arische Herrenrasse&#8221;, sondern an all jene, die in diesem Land beheimatet sind. Es geht eben nunmehr darum, die persönlichen Grenzen des Mikrokosmos abzubauen und einen Schritt nach vorne zu wagen. Einen Schritt auf andere Menschen zu, einen Schritt in Richtung neue Perspektiven, einen Schritt in eine optimistischere Zukunft, die nicht nur aus den ewig gleichen Klageliedern und Selbstmitleid besteht. Es geht darum, selbst etwas zu schaffen, um es gemeinsam zu schaffen. Und auch, wenn es jene gibt, die bereits ausgezehrt und kraftlos sind oder schlichtweg keine Möglichkeiten haben, etwas zu bewegen &#8211; so behaupte ich einfach, lohnt es sich doch, wenn wenigstens &#8220;die Anderen&#8221; für kommende Generationen kämpfen.</p>
<p>Und all jene, die diese Kampagne der Großmauligkeit und Klugscheisserei wegen als nationalsozialistisches Zeichen werten, dürfen gerne weiter mit ihren Stammtischparolen ihre Lokal-politische Hexenjagd betreiben. Doch welche Zukunft sollen wir denn noch als Land haben, wenn ständig eine Horde selbsternannter Weltverbesserer mit erhobenem Zeigefinger mahnend auf der Vergangenheit herumreitet?</p>
<p>Einziger Kritikpunkt, welchen ich an dieser Kampagne anbringen möchte, ist, dass ich dort nur Menschen &#8211; sogenannte &#8220;Prominente&#8221; &#8211; sehe, welche über Probleme reden, die sie selbst nicht haben. In sinnentleerten Phrasen, die sie selbst nicht verstehen. Denn wenn ich der Schmetterling bin, der den Baum entwurzelt, und zeitgleich auch der Baum bin, der vom Schmetterling entwurzelt wird &#8211; welche mysteriöse Botschaft höheren Geistes soll mir hier vermittelt werden? Dass ich ein anti-ökologisch handelnder Randalierer bin, der sich selbst die Wurzeln kappt? Aber verzetteln wir uns nicht in Kleinigkeiten. Das wäre zu Deutsch.</p>
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		<title>Absolut lesenswert</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2006 11:29:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erik Range</dc:creator>
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